Elise (12) engagiert sich für Klimaschutz
Elise Offele aus Ahlen hat bei der Mahnwache in Münster ein Transparent gehalten, auf dem ein Papst-Zitat stand „Diese Wirtschaft tötet“.

Geliebäugelt hat sie schon seit längerem mit einer Teilnahme an einer Demo. „Jetzt war es das erste Mal“, berichtet die Schülerin des St.-Michael-Gymnasiums in Ahlen.

Die Achtklässlerin bedauert, dass sich keine Mitschüler beteiligt hätten. „Viele trauen sich einfach nicht“, sagt Elise. Aktuell sei zwar viel in der Schule zu erledigen, aber der Stoff könne nachgeholt werden.

„Endlich ein Zeichen setzen“

„Wichtig ist doch, dass wir endlich ein Zeichen setzen“, unterstreicht die engagierte Jugendliche. „Sonst ändert sich doch nichts.“ Sie selbst hat am Freitag ein Transparent gehalten, auf dem ein Papst-Zitat stand „Diese Wirtschaft tötet“.

Auch Senioren beteiligen sich

Auch Senioren haben am Freitag in Münster ein Zeichen gesetzt.
Überrascht ist Elise von dem großen Zuspruch in der ganzen Welt. „In mehr als 100 Ländern gehen die Schüler mittlerweile auf die Straße für den Klimaschutz“, stellt sie fest. Zudem hat sie in Münster gesehen, dass sich auch viele Studenten und sogar Senioren an der Aktion beteiligen. „Je mehr mitmachen, umso besser ist das“, sagt Elise.

Greta Thunberg ist das große Vorbild

Ein großes Vorbild für sie ist Greta Thunberg, die als 15-Jährige mit ihrem Protest am 20. August 2018 den Stein ins Rollen gebracht hat. „Ihr Mut ist beeindruckend“, stellt die junge Ahlenerin fest und hofft, dass sich an weiteren Aktionen auch Mitschüler beteiligen. Sie will sich auf jeden Fall weiter engagieren und protestieren. „Nur am kommenden Freitag nicht“, verrät sie. „Da schreiben wir eine wichtige Latein-Klausur.“

Rückendeckung von den Eltern

Rückendeckung erhält Elise von ihren Eltern, Anke und Karsten Offele. „Ich finde es toll, wenn sich Kinder ein eigenes Bild machen“, sagt ihr Vater. Da sei es selbstverständlich, die Tochter zu unterstützen. Zumal die Themen Klima- und Umweltschutz sowie Nachhaltigkeit in der Familie schon vorher eine wichtige Rolle gespielt hätten. „Wir kaufen im Bioladen ein und essen kein Fleisch“, berichtet Elises Mutter.  Hinzu komme, dass auch die Schule Wegbereiter sei.

Kritik an der Abholzung der Wälder

„Erst vor Kurzem war der Indianer Joe Martin an unserer Schule und hat über die Abholzung der Wälder in Kanada berichtet“, so Elise. „Da wundert man sich, dass keiner etwas dagegen unternimmt.“

Ausführlicher Bericht in der „AT“-Ausgabe vom 25. März 2019.

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