Elkerbach wird aus Stahlkorsett befreit
Eingezwängt in ein Bett aus Stahlspundwänden fließt der Elkerbach zurzeit noch dahin. In der kommenden Woche wird bei der Stadt die Ausschreibung der Arbeiten zur Renaturierung erfolgen. Geplant sind dafür rund sechs Monate. Bild: Rademacher

Auf rund 1,35 Millionen Euro belaufen sich nach Auskunft von Frank Feldmann vom Abwasserwerk der Stadt Ahlen die Kosten für die Maßnahme. Durchgeführt wird sie in zwei Bauabschnitten. Eine kräftige finanzielle Unterstützung erhält die Stadt dabei von der Bezirksregierung Münster, die Fördermittel in Höhe von 880 000 Euro bereitstellt, und der Ruhrkohle AG. Das Unternehmen und seine Vorgänger hatten den Ausbau des Elkerbachs unweit des Bergwerksgeländes von Schacht III mit Betonsohle und Spundwänden als Sicherungsmaßnahme durchführen lassen.

Diese Spundwände, erläuterte Feldmann, sollen in einem ersten Bauabschnitt auf der Strecke zwischen dem Hof Heimann an der Bankampstraße und der jetzigen Zechenbahnradweg-Überführung, rund 720 Meter, entfernt werden. Ebenso die Betonsohle des Gewässers. Sei dies geschehen, werde auf rund 25 000 Quadratmetern Fläche das Erdreich abgeschoben und ein neues, mäandrierendes Bachbett in einer Sekundäraue angelegt. „So wie es an der Alten Beckumer Straße geschehen ist“, ergänzte der Diplom- Ingenieur.

Der zweite Bauabschnitt folgt, wenn genau feststeht, welchen Lauf das Gewässer künftig nehmen soll. Es seien noch Verhandlungen über Grundstückserwerb notwendig. Dann werde auch festgelegt, an welcher Stelle des Elkerbachs eine Rohrdrossel eingebaut werde. Sie diene dazu, bei Hochwasser die Durchflussmenge zu reduzieren und das Wasser in der Sekundäraue aufzustauen. Die Renaturierung diene aber nicht allein dem Schutz vor Hochwasser, sondern trage auch zu einer Verbesserung der ökologischen Qualität des Gewässers bei. Anfang November, so Feldmann, soll mit den Arbeiten begonnen werden, die Fertigstellung ist für Ende April 2012 geplant.

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