Entscheidung für Pinnschmidt unsicher
Carlo Pinnschmidt will für das Bündnis aus SPD, FWG, BMA, Grünen und Linken als Bürgermeister für die Stadt Ahlen kandidieren. Ob er die breite Zustimmung erhält, ist derzeit offen.

Derzeit ist offen, ob der derzeitige Marketingleiter der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG) überhaupt die breite Zustimmung aller Beteiligten erhält. Den Auftakt machte Pinnschmidt am Dienstagabend bei der FWG, wie deren Vorsitzender Heinrich Artmann am Donnerstag im „AT“-Gespräch mitteilte. „Wir haben in unserer Fraktionssitzung 90 Minuten intensiv mit ihm diskutiert und ihn mit Fragen gelöchert“, sagte der FWG-Chef. Die Gesprächsatmosphäre bezeichnete er als „fair und offen“.

Nach dem Besuch des WFG-Mitarbeiters hätte die Fraktion über ihre Unterstützung abgestimmt. Das Ergebnis wollte Artmann nicht preisgeben. Dieses Vorgehen sei mit der SPD, BMA, den Grünen und den Linken am Mittwochabend abgesprochen worden. Die Öffentlichkeit solle erst informiert werden, wenn sich Pinnschmidt bei allen beteiligten Parteien vorgestellt und die Elefantenrunde ihre jeweiligen Abstimmungsergebnisse zusammengetragen habe. „Wir sind unterschiedliche Parteien, wie sie nicht unterschiedlicher sein könnten“, so Artmann weiter. „Wir haben ein gemeinsames Ziel: Wir wollen etwas für Ahlen bewegen.“ Daher solle die endgültige Entscheidung auch gemeinschaftlich verkündet werden.

Ob ein Konsens für Pinnschmidt greifbar sei, wollte Artmann nicht kommentieren. Irritiert zeigte sich der FWG-Chef angesichts der Aussagen von Frank Schulz, der neben Pinnschmidt zweiter Kandidat des Fünfer-Bündnisses gewesen war (das „AT“ berichtete). „Jeder, der sich um das Amt des Bürgermeisters bewirbt, verdient unseren Respekt. Doch dass Herr Schulz jetzt nachkartet, damit tut er sich keinen Gefallen.“ Sowohl Schulz als auch Pinnschmidt hätten sich als Bewerber positioniert. Wie dies geschehen sei, bleibe intern, so Artmann. „Dabei hat sich Pinnschmidt als Kandidat heraus kristallisiert“, sagte der FWG-Vorsitzende.

Hätte sich die Mehrheit für Schulz entschieden, würde dieser nun bei den Parteien um Unterstützung werben. „Jeder muss selbst wissen, wie er damit umgeht“, bewertete Artmann das Votum gegen Schulz.

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