Erfahren, wo der Schuh drückt
Bild: Lange
Der Pfarreirat der katholischen Pfarrgemeinde St. Pankratius hofft mit einer Lob-, Tadel- und Wunschbox auf mehr Resonanz aus der Gemeinde. Das Bild zeigt (v. l.). Pfarrer Ludger Schlotmann, Stefanie Mittmann-Schlüter, Ulrich Lakenbrink und Jürgen Wolff.
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Seit Karfreitag steht das neue, ungefähr 38 Zentimeter große und 27 Zentimeter breite Gemeindemitglied am Ausgang der Kirche.

Drei bunt gestaltete Papierpfeile weisen auf seine Funktion hin: Die Kirchenbesucher können den Briefkasten mit Lob, Tadel und ihren Wünschen füttern. „Nur über die Gottesdienste sind die Menschen nicht zu erreichen“, sagte Pfarrer Ludger Schlotmann am Freitag im Gespräch mit dem „AT“ und erläuterte, dass lediglich bis zu 15 Prozent der Kirchenmitglieder die Gottesdienste regelmäßig besuchten. Mit der Lob-, Tadel- und Wunschbox solle das Meinungsbild der übrigen 85 Prozent erfasst werden.

„Die Leute können uns ihre Anregungen anonym mitteilen, können dazu aber auch die Kästen im Pfarrbüro und im Kindergarten nutzen“, so Ludger Schlotmann weiter. „Wir standen vor der Frage: Was will die Gemeinde überhaupt?“, berichtete Pfarreiratsvorsitzender Ulrich Lakenbrink über die Beweggründe für den etwas anderen Kummerkasten. „Bisher hatten wir die Schwerpunkte festgelegt. Die Resonanz war wechselhaft. Nun möchten wir uns an den Wünschen der Gemeindemitglieder orientieren.“

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