Erste Bergmann-Ampel in Ahlen eingeweiht
Bild: Niemeyer
Marc Senne (l.), IGBCE-Ortsgruppenvorsitzender Ahlen, und Bürgermeister Dr. Alexander Berger stiegen gemeinsam auf die Leiter, um die Bergmannampel zu präsentieren. 
Bild: Niemeyer

Das Steigerlied weckte bei den zahlreich erschienenen Ahlenern auch 20 Jahre nach der Schließung der Zeche Westfalen noch Erinnerungen. Genau wie das „Prost Bergleute!“, mit dem die Ampel bei einem „Klaren“ feierlich in den Dienst genommen wurde.

Der Bürgermeister trägt Helm

Anstatt eines Steigers kam aber zunächst Ahlens Bürgermeister Dr. Alexander Berger, der zu Anzug und Krawatte extra einen roten Sicherheitshelm aufgesetzt hatte. Er betonte die Bedeutung des Bergbaus für die Stadt Ahlen. „Diese Ampel stellt eine Wertschätzung für eine bedeutende Zeit der Stadt Ahlen da“, meinte er und hielt nicht damit zurück, dass der Bergbau der Stadt zu viel Geld und Arbeitsplätzen verholfen habe.

Deshalb habe sich das Ampelmännchen mit seinem Schutzhelm und der Grubenlampe in der Hand seinen Platz redlich verdient. Bevor Dr. Berger auf die Leiter stieg, um das Ampelzeichen zu enthüllen, ergriff auch Marc Senne, Ortsgruppenvorsitzender der IGBCE, das Wort. „Das Ampelbergmännchen gehört zur Stadt Ahlen“, stellte er gleich zu Beginn fest und lobte auch die Kreuzung als Standort, die den Osten und den Süden der Stadt miteinander verbinde.

Ampel am St.-Franziskus-Hospital

Außerdem kam er auf die zweite Ampelanlage zu sprechen, an der bald das Bergmännchen zu sehen sein wird: vor dem St.-Franziskus-Hospital an der Parkstraße. „Was viele nicht wissen: Die ersten Tonnen Kohle, die vor 120 Jahren in der Zeche Westfalen gefördert wurden, gingen als Spende an das örtliche Krankenhaus“, berichtete Senne aus den Geschichtsbüchern.

„Es ist wichtig, an die Tradition zu erinnern“

Sehr zufrieden zeigten sich auch die anwesenden Ahlener. Sie schwenkten die rot-weißen Flaggen der IGBCE und verteilten Jutebeutel, auf denen das Ampelmännchen bereits abgedruckt war. „Es ist ganz wichtig, an die Tradition zu erinnern“, sagte Jupp Müller. Helmut und Werner Sandbothe pflichteten ihm bei und ergänzten: „Es könnten gerne noch mehr sein. Im Ruhrgebiet gibt es bereits viele solcher Ampeln.“ Das erste Ampelmännchen wurde am 11. Oktober 2018 in der Stadt Duisburg eingeweiht.

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