Evangelische Kirche hat ein Herz für die Umwelt
Bild: Voss-Loermann
Der Umwelt zuliebe: Die Zertifizierung des „Grünen Hahnes“ präsentieren (v. l.): Ulrich Schulte, Manfred Röttjes, Marion Schroeder, Martina Grebe und Horst Schulte.
Bild: Voss-Loermann

Unterstützt von einem Umweltteam, das aus Horst Schulte, Marion Schroeder, Manfred Röttjes, Markus Eggert und Ulrich Schulte besteht, haben die Gemeindeglieder nach einer ersten Bestandsaufnahme in allen kirchlichen Gebäuden außer den Pfarrhäusern, die bereits energetisch saniert sind, kräftig Hand angelegt und erste Missstände beseitigt. LED-Lampen, effiziente Elektrogeräte, Solarkollektoren wurden angeschafft, Energiefresser im Gegenzug aus der Gemeinde verbannt.

„Dazu sind alle Energieverbräuche minuziös erfasst worden“, sagte Martina Grebe bei der Präsentation der Zertifikatsurkunden am Mittwochnachmittag im Pauluszentrum. Dafür habe man Pauluszentrum, Pauluskirche, Christuskirche, Paul-Gerhardt-Kirche und das Paul-Gerhardt-Haus in Walstedde genau unter die Lupe genommen. „Natürlich kann das erst der Anfang sein“, so die Pfarrerin, denn bei der Inspektion sind auch größere Missstände deutlich geworden. „Die nehmen wir uns jetzt nach und nach vor.“

Dazu gehören etwa der Austausch von alten Heizungsanlagen oder die Dämmung der Decken des Paul-Gerhardt-Zentrums und der Christuskirche. Das werde zwar mit Sicherheit teuer, mache sich aber auf Dauer bezahlt, ist sich das Umweltteam sicher. Da es bei dem Label aber auch immer um Menschen geht, habe man die Arbeitssicherheit untersucht und auf Missstände reagiert. Das gelte für Putzmittel ebenso, wie für die Absicherung der Küsterin, wenn diese einmal jährlich auf den Turm steigen müsse. Eine Erste-Hilfe-Schulungen gehört auch dazu.

Sichtbares kleines Zeichen der Veränderung: Es gibt keine Plastikflaschen mehr im evangelischen Gemeindezentrum. Getränke werden nur noch aus Glasflaschen serviert. Am Sonntag nach den Gottesdiensten sollen die Zertifikate in den Kirchen und Einrichtungen aufgehängt werden. Sie sollen Ansporn sein, weiterzumachen, denn: „Bei der Wärmedämmung der Gebäude liegt auch noch einiges im Argen.“

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