FBS-Gebäude in Ahlen: Teilabriss beginnt
Bild: Jotzeit
Helmut Willigmann von der Firma Rhode aus Riesenbeck stemmt die Fliesen in de ehemaligen Küche ab.
Bild: Jotzeit

Meterhoch türmt sich der Berg aus Holz, Rigips und PVC-Böden auf dem Rasen hinter der Familienbildungsstätte (FBS) an der Klosterstraße. Und er wächst stetig. Dabei handelt es sich größtenteils um die Überreste der ehemaligen Küchenausstattung, die Stück für Stück aus dem Fenster geworfen werden.

Wo noch vor wenigen Tagen eifrig gebrutzelt und geköchelt wurde, haben nun die Bauarbeiter der Firma Rhode aus Riesenbeck das Zepter übernommen. Mittlerweile ist die Küche komplett ausgeräumt. Als Nächstes werden dort die Wandverkleidungen, die Türzargen und der Bodenbelag entfernt.

Geplant sind umfangreiche Neu- und Umbauten, um nicht zuletzt dem Thema Barrierefreiheit verstärkt Rechnung zu tragen. Für die Durchführung der Baumaßnahmen hat das Bistum Münster einen siebenstelligen Betrag zur Verfügung gestellt (das „AT“ berichtete). Die Neueröffnung der FBS ist im September 2012 geplant, passend zum 50-jährigen Bestehen.

Hinter den Rigipswänden haben die Bauarbeiter schon am ersten Tag einiges entdeckt. Neben Spinnweben sind sie auf fingerdicke Setzrisse in einer Wand gestoßen, die selbst FBS-Leiter Dieter van Stephaudt gestern bei der Baustellenbesichtigung überrascht haben.

Kleiner Trost für ihn: Die Risse wurden nur in einer nicht tragenden Wand festgestellt, so dass es offensichtlich mit Blick auf die Statik keinen Grund zur Besorgnis gibt. Derartige Risse seien in alten Gemäuern nichts Ungewöhnliches, weiß Bauarbeiter Burkhard Hansen aus Erfahrung zu berichten. Und das gelte wohl auch für die Ahlener Familienbildungsstätte. Immerhin hat das Gebäude auch eine 50-jährige Geschichte.

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