Feuerwehr-Ausbildungsstätte droht Aus
Bilder: Jotzeit
Die Feuerwehrausbildungsstätte (FAS) Ahlen-Brockhausen ist in der ehemaligen Bauerschaftsschule Brockhausen untergebracht, die in den 1950er-Jahren gebaut und aus politischen Gründen 1969 geschlossen wurde. Der geistige Vater und Geburtshelfer der Feuerwehr-Ausbildungsstätte ist Ahlens Ehrenbürger und damaliger Stadtbrandmeister Herbert Faust.
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Neben einer Grundsanierung der Einrichtung an der Hagenbrede 55 wird über einen Standortwechsel nachgedacht. Konkret im Auge haben die Verantwortlichen einen Teil der Bodelschwinghschule in Ahlen.

„Der Investitionsstau wird immer größer“, sagt Ulrich Peukmann, Kreisbrandmeister Unna, der zugleich Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der FAS ist. „Das Gebäude hat noch heute den Jugendherbergs-Standard der 1950er-Jahre“, beklagt er. Nicht nur eine Überholung des Sanitärbereichs sei dringend notwendig, auch die Zimmeraufteilung mit vier bis fünf Personen pro Einheit sei nicht mehr zeitgemäß. Ein weiteres Problem seien vorbeugende Brandschutzmaßnahmen. So fehlten zum Beispiel Notausgänge. Darüber hinaus müsste das ganze Gebäude abgedichtet werden. „In die Kellerräume dringt Nässe ein.“

Träger der Ausbildungsstätte für freiwillige Feuerwehrleute und Rettungssanitäter sind die Kreise Warendorf, Coesfeld, Soest, Unna sowie die kreisfreie Stadt Hamm. „In unserer Einrichtung haben wir eine fast einmalige Ausbildungssituation in ganz Nordrhein-Westfalen“, schwärmt Peukmann, der auf jeden Fall an dem Verbund festhalten will. „Natürlich könnte jeder auch allein ausbilden, doch durch die Zusammenarbeit werden Synergieeffekte geschaffen, die für alle Seiten von Vorteil sind.“

Noch tummeln sich in der Bodelschwinghschule nur Schüler und Lehrer. Nach der Schließung der Hauptschule könnte eventuell ein Teilbereich des Gebäudekomplexes in eine Ausbildungsstätte für Feuerwehrleute und Rettungssanitäter umgewandelt werden.
Dass die Stadt Ahlen, die das Gebäude in Brockhausen kostenlos zur Verfügung stelle, nicht in der Lage sei, die notwendigen Mittel für eine Sanierung zu stemmen, ist für Peukmann klar. „Da sind alle Träger in der Pflicht.“ Erfreulich sei aber, dass die Wersestadt weiter an einer Ausbildungsmöglichkeit vor Ort interessiert sei und auch die Bodelschwingschule als Alternativ-Standort angeboten habe.

„Wir befinden uns noch ganz am Anfang und haben keinen Zeitdruck“, sagt Peukmann. Zumal die Bodelschwinghschule frühestens Mitte 2014 frei werde und erst danach umgebaut werden könnte. Noch im Januar werde die FAS-Arbeitsgemeinschaft aber wieder tagen und die weiteren Schritte beraten.

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