Flotter Schnelltest-Tausch unter den Schulen
Ulrich Gösmann
Schulen halfen sich in diesen Tagen untereinander mit Schnelltests aus.
Ulrich Gösmann

Was für ein Hin und Her mit den letzten Schnelltest-Lieferungen, die alles andere als schnell an ihren Zieladressen eintrafen. Schulen halfen sich zum Wochenbeginn untereinander mit Päckchen aus, um überhaupt in die (Not-)Betreuung starten zu können. In Dolberg kamen die letzten Nachzügler erst am Dienstag zum Einsatz.

Kirsten Krimphove, Leiterin der Albert-Schweitzer-Grundschule, hatte bis Freitag auf die für Mittwoch avisierte Lieferung gewartet (wir berichteten), dann noch einmal Kontakt mit der vom Hersteller beauftragten Spedition Trans-o-flex aufgenommen. Von dort die Auskunft: „Es wird auch morgen nicht geliefert.“ Krimphove nahm Kontakt mit der Paul-Gerhardt-Schule auf. Die half aus. Mit zwei Päckchen à 20 Stäbchen, die am frühen Montagmorgen in Eigeninitiative quer durch die Stadt die Schulen wechselten.

Komplizierter der Fall an der Lamberti-Grundschule in Dolberg, die ihre Sendung laut Rückverfolgung bereits am Freitagabend erhalten haben sollte. Mit dem Vermerk: Zustellung um 20 Uhr erfolgt. Nicht an die Schule, die noch bis 18 Uhr extra in Stand-by gestanden habe, wie Schulleiterin Gudrun Kraus erzählt. Sondern an eine Person, deren Name sich auch in der Nachbarschaft nicht ausfindig machen ließ.

Am Montagmittag erhielt die Albert-Schweitzer-Schule endlich ihre Sendung, brachte daraus zwei Päckchen zurück an die Paul-Gerhardt-Schule und half danach in Dolberg aus. Dort traf die offizielle Lieferung am Montagabend ein und wurde in der benachbarten Gaststätte hinterlegt. Die beiden ausgeliehenen Päckchen gingen am Dienstag wieder zurück nach Ahlen.

War‘s das? Noch nicht ganz. Keine Betreuung ohne Schnelltest. Von den 15 in Dolberg angemeldeten Kindern konnten am Montag nur sechs aufgenommen werden. Ihre Eltern hatten am Wochenende noch das Schnelltestmobil angesteuert. Weitere neun Jungen und Mädchen mussten sich einen Tag gedulden, um dann den Schnelltest mit Schulstäbchen durchlaufen zu können. Das Positive an dem ganzen Hin und Her: Alle Testkandidaten waren „negativ“.

von Ulrich Gösmann

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