Freibadteam gerüstet für Hitze-Welle
Bild: Jotzeit
Das „Fremdschwimmen“ ist für Petra Janssen mit der Eröffnung der Badesaison im Ahlener Freibad vorbei. Bislang hatte sie sich täglich auf den Weg nach Drensteinfurt gemacht, um im dortigen Erlbad ihre Bahnen zu ziehen. „Am liebsten schwimme ich in meiner Heimatstadt“, gestand sie offen ein.
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„Die Fangemeinde der Frühschwimmer ist riesig“, bilanzierte Schwimmmeister Sven Krieg. Die meisten hätten der Freibadöffnung schon entgegen gefiebert. Zumal es bereits seit Jahren Tradition sei, dass am Eröffnungstag ein Frühstück mit belegten Brötchen und Kaffee auf die ersten Schwimmer warte. „Und das wird gerne angenommen.“

Zufrieden mit den Besucherzahlen zeigte sich zur Mittagszeit Petra Wittling vom Freibadteam. Bis 12 Uhr hatte sie 78 Badegäste gezählt. „Noch ist es etwas zu kühl“, so Krieg. „Aber wenn die Meteorologen Recht behalten und sogar die 30-Grad-Marke geknackt wird, dann werden die Schwimmer nur so ins Freibad strömen“, ist er sich sicher und hofft dabei, an den Ansturm am Pfingstmontag im vergangenen Jahr anknüpfen zu können: „Da haben wir rund 2300 Gäste gezählt.“

Startklar nach anderthalbmonatiger Renovierungszeit sei das Freibad zwar schon am 1. Mai gewesen, bemerkte Schwimmmeister Alex Janot. Doch das schlechte Wetter habe eine frühere Öffnung verhindert – nicht zuletzt mit Blick auf die Kosten. Doch nun freue sich auch das Freibadteam, dass es endlich losgegangen sei.

Das trifft auch auf Petra Janssen (58) zu, die offen eingesteht: „Ich war schon etliche Male Fremdschwimmen in Drensteinfurt.“ Schließlich habe das Erlbad schon am 1. Mai geöffnet. Lieber schwimme sie ihre 1000 Meter pro Tag aber in ihrer Heimatstadt.

„Ich habe sehnsüchtig auf die Eröffnung gewartet“, sagt auch Heidi Pelz, die regelmäßig ein bis anderthalb Stunden ihre Bahnen im 50-Meter-Becken zieht. „Sensationell, dass das Ahlener Freibad wieder geöffnet hat“, schwärmte Petra Dettki. Sie liebe es, unter freiem Himmel zu schwimmen. Im Parkbad mache ihr das weniger Spaß. Etwas verärgert sei sie indes über den späten Öffnungstermin. „Wir machen in Ahlen immer als letztes Bad in der Region auf, und als erstes wieder zu“, merkte sie an. Zwar wisse sie um die hohen Unterhaltungskosten, doch als begeisterte Schwimmerin würde sie einen früheren Termin vorziehen.

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