Freiwillige säubern Ahlen vom Müll

Bonbonpapier um Bonbonpapier pickt Manfred Röttjes auf, dazu gesellen sich Zigarettenkippen, Plastikschnipsel, Scherben und gebrauchte Taschentücher: „Mich nervt das“, gesteht er mit Blick auf das Sammelsurium in seinem blauen Müllsack. „Ich fahre viel Fahrrad. Da sehe ich überall den Müll liegen.“ Und deshalb sei er dabei, wenn der Müll - „wenigstens für ein paar Tage“ - mal wegkomme.

Röttjes, bis vor Kurzem bei der Verbraucherberatung in Ahlen tätig, ist einer der Müllsammler, die sich am Samstag bei der Aktion „Ahlen putz(t)munter“ beteiligt haben. Er machte als Privatmann mit. Insgesamt 28 Gruppen hatten sich bei der Stadt angemeldet, um zum Frühjahr hin ihre Stadt etwas mehr glänzen zu lassen.

Wenngleich eine Gruppe manchmal auch nur aus zwei Leuten bestand. Wie etwa im Zechenpark, wo Röttjes mit Klaus Schürmann von den Naturfreunden unterwegs war. Oder im Hövenerort, wo von der Gute-Nachricht-Gemeinde zwei Frauen das, was sich entlang dieser Ahlener Einfallstraße und dem Radweg angesammelt hat, mühselig einsammelten.

Die Stadt hat offensichtlich lange auf diese Reinigungsaktion gewartet, präsentierte sie sich doch an vielen Ecken und Enden nach dem Winter eher unappetitlich. Bürger langten nun dort zu, wo städtische Kapazitäten offenbar enden. Unter anderem erstmals dabei die Straße Am Aechterkamp und die Bergamtstraße in der Nähe der ehemaligen Zeche. Hier tummelten sich von der CDU-Ortsunion Ost fünf Mitglieder im Straßengraben. Und fanden vor allem Glas. „Zündkerzen“ nennt Peter Schmies die kleinen Schnapsflaschen, die er zusammen mit Waltraud Hunke und Heinz Günnewig zuhauf auflas. Und immer wieder wanderten auch Überreste von einem Fast-Food-Mahl eines bestimmten Herstellers in die Müllsäcke.

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