Freundeskreis zieht die Reißleine
Bild: Schwandt
Nach 36 Jahren ist Schluss: Der Freundeskreis Behinderter und Nichtbehinderter in Ahlen hat sich aufgelöst. Das Bild zeigt (v. l.) die Kassenwartin Walli Vicariesmann, den Vorsitzenden Hans-Jürgen Vicariesmann und seinen Stellvertreter Friedel Paßmann.
Bild: Schwandt

Das bisherige Führungsteam, bestehend aus Hans-Jürgen Vicariesmann (Vorsitzender), Friedel Paßmann und Ingrid Haak (Stellvertreter), Walli Vicariesmann (Kassenwartin) und Marion Heitfeld (Beisitzerin), sollte kommissarisch im Amt bleiben. Doch da der Vorstand in der Vergangenheit mehrfach darauf hingewiesen hatte, aus Alters- und Gesundheitsgründen keine weitere Amtszeit zu übernehmen, wurde die Auflösung des Vereines beschlossen.

Vicariesmann betonte, dass er sich vorher mit einem Vereinsanwalt abgesprochen habe. Die Zahl der anwesenden Mitglieder garantiere die Beschlussfähigkeit. Der Vorsitzende erinnerte an die Zeit vor 36 Jahren, als sich der Verein gegründet hatte. Damals habe es kaum Selbsthilfegruppen für behinderte Menschen gegeben. Man habe sich zusammengefunden, um gemeinsam etwas zu erreichen. Dafür brauche es außer den Geldern vor allem jemanden, der die Organisation übernehme.

Seit 1980 habe sich der Verein gemeinsam mit der Stadt Ahlen engagiert, eine gleichberechtigte Teilnahme für behinderte Menschen am öffentlichen Leben zu ermöglichen. „Doch die organisatorische Verantwortung lastet immer mehr auf den Vorstandsmitgliedern, die weniger, älter und gesundheitsanfälliger werden“, sagte Vicariesmann. „Irgendwann muss ein Schlussstrich gezogen werden.“

Mehr im „AT“ vom 29. August.

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