Friedrich Eilert Junker der Schützenkönige
Bilder: Inderlied
Wiederholungstäter: Zum zweiten Mal in seinem Leben schoss Friedrich Eilert vom Allgemeinen Schützenverein Vorhelm den Vogel ab.
Bilder: Inderlied

Seit mindestens 325 Jahren existiert der Bürgerschützenverein Ahlen. Nachdem am Donnerstag das eigene Schützenfest stattgefunden hatte (das „AT“ berichtete), traten am Samstag die Gastvereine an das Gewehr. Ihre Aufwartung machten der Allgemeine Schützenverein Vorhelm, der „Hohe Norden“, der Junggesellenverein St. Hubertus aus Drensteinfurt, der Schützenverein Herringen-Nordherringen, die St. Sebastianer Schützengilde aus Neubeckum, der Schützenverein Dolberg, der Allgemeine Bürgerschützenverein Ahlen, der Schützenverein Alt- und Neuahlen sowie der Bürgerschützenverein Süden.

Für eine faustdicke Überraschung sorgten die Schützen des „Gemütlichen Westens“. Diese feierten zeitgleich ihr Schützenfest – und hatten keine Abordnung geschickt, was von den Bürgerschützen mit Bedauern registriert worden war. Doch just, als Friedrich Eilert als Schützenjunker feststand, marschierten 86 Offiziere des „Gemütlichen Westens“ mitsamt der Throngesellschaft auf die Festwiese. Ein imposantes Bild, raunten sich die Bürgerschützen zu, mit denen der „Gemütliche Westen“ eine gesunde Rivalität pflegt.

Mit einem donnernden „Horrido“ begrüßte Bernd Schulze Beerhorst alle Gäste auf der Festwiese. „Lassen Sie uns gemeinsam feiern“, wünschte der Vorsitzende des Bürgerschützenvereins.

Gastgeber: (v. l.) Thronoffizier Heiner Gosda, das Königspaar Katrin Jäger und Horst Schenkel sowie Thronoffizier Thomas Schulze Beerhorst vom Bürgerschützenverein Ahlen
Auch Bürgermeister Benedikt Ruhmöller zeigte sich beeindruckt von dem farbenprächtigen Bild, das die Schützen bereits beim Antreten auf dem Marktplatz boten. „Das Schützenwesen ist seit langem sehr wichtig für unsere Gesellschaft“, sagte das Stadtoberhaupt. Begleitet von der Musik des Modern Wind Orchestra (Westkirchen), der Werkskapelle Böhler (Düsseldorf) und des Spielmannszugs Hellbach aus Neubeckum waren die Schützen vom Marktplatz aus durch die Innenstadt auf die Festwiese am Südwall gezogen. Dort durften nur ehemalige Majestäten auf den Vogel anlegen. Diese zeigten, dass sie ihre Schießkünste noch nicht verlernt hatten.

Auch der neue Schützenjunker reihte sich in die Tradition ein: Eilert war im Jahr 2000 Schützenkönig in Vorhelm. Apfel und Zepter sicherte sich mit dem 16. und 56. Schuss Uwe Jasczurok (Schützenverein Herringen-Nordherringen), und die Krone schoss Ralf Tammoschath (Allgemeiner Schützenverein Ahlen).

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