Für Aufzug am Bahnhof Weichen gestellt
Die Chancen stehen gut, dass der Ahlener Bahnhof im Rahmen der geplante Modernisierungsoffensive III berücksichtigt wird und zwei Personenaufzüge installiert werden. Frühestens jedoch im Jahr 2016.

Burkhard Knepper, Fachbereichsleiter Jugend und Soziales, hat den Mitgliedern des Beirats am Montag Hoffnung gemacht. Dabei stützte er sich auf die geplante Modernisierungsoffensive III der Deutschen Bahn, mit der ab 2016 rund 300 Nahverkehrsbahnhöfe barrierefreie Zugänge erhalten sollen. „Drei Milliarden Euro werden dafür zur Verfügung gestellt“, sagte Knepper.

Bei der Modernisierungsoffensive II, die noch bis Ende 2015 laufe, sei der Ahlener Bahnhof zwar nicht berücksichtigt worden, bedauerte der Fachbereichsleiter. Doch für die neue Maßnahme seien die Weichen gut gestellt. „Schließlich haben wir unsere Schulaufgaben gemacht“, sagte er. Bereits im Frühjahr sei eine Machbarkeitsstudie für den Ahlener Bahnhof erstellt worden. Zudem habe im September eine Arbeitsgruppe mit allen Projektbeteiligten gemeinsam getagt. Dabei seien auch die Kosten ermittelt worden. „Rund 960 000 Euro sind für die Fahrstühle und ergänzende Maßnahmen veranschlagt“, teilte Knepper mit.

Die Schrägaufzüge sind recht reparaturanfällig. Bild: Jotzeit
Sichtlich ein Stein vom Herzen fiel Friedel Paßmann, Vorsitzender des Beirats für behinderte Menschen. Immerhin kämpft er seit mehr als 20 Jahren für einen barrierefreien Zugang zum Bahnsteig. „Wir wissen, dass nicht alles von heute auf morgen geht“, sagte er. Doch langsam werde es Zeit, dass die Personenaufzüge endlich installiert würden. Zumal die Schrägaufzüge reparaturanfällig und nicht immer einsetzbar seien.

„Wir sind den Verantwortlichen schon bei den Schrägaufzügen mächtig auf den Wecker gegangen“, erinnerte er an das stete Bemühen des Beirats. Nun scheine sich der Einsatz für die Personenaufzüge gelohnt zu haben.

„Die Chancen, einen Bahnhof zu bekommen, der barrierefrei ist, stehen gut“, machte Knepper abschließend deutlich. Davon profitierten nicht nur behinderte Menschen, sondern alle Bürger. Und mit Blick auf das unermüdliche Engagement von Friedel Paßmann und seinem Stellvertreter Hans-Jürgen Vicariesmann hatte er schon Namensvorschläge für die beiden Personenaufzüge parat: „Friedel und Hans-Jürgen.“

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