Gang über denkmalgeschützten Friedhof
Bild: Fechner
Vor dem Mausoleum der Familie Kerkmann begrüßte der Denkmalbeauftragte Bernd Schulze Beerhorst (l.) die Teilnehmer am geschichtsträchtigen Rundgang über den Westfriedhof in Ahlen.
Bild: Fechner

Trotz des einsetzenden Regens verfolgte eine große Gruppe die Ausführungen von Bernd Schulze Beerhorst, der zunächst auf die Geschichte des städtischen Friedhofs ab 1885 einging. Bevor sich der ehrenamtliche Denkmalbeauftragte mit seiner Gefolgschaft auf den Hauptweg des Friedhofs begab, empfahl er: „Schauen Sie sich die Namen auf den alten Grabdenkmälern an, denn daran können Sie einen Teil der Ahlener Stadtgeschichte ablesen.“

Gleich beim ersten Halt am Denkmal der adeligen Familie von Kalckstein gab Schulze Beerhorst einen geschichtlichen Einblick. Er klärte darüber auf, dass Baron Friedrich Caspar von Geismar 1783 in Ahlen auf Gut Severinghausen (Haus Kalckstein) geboren und 1830 der erste Ehrenbürger der Stadt wurde. „Nun lassen Sie uns weiter über die Wohlstandsallee gehen“, forderte Schulze Beerhorst anschließend auf. Vorbei an vielen alten Grabdenkmälern führte der Weg zum Rondell mit den Gräbern der Ahlener Pastöre und Ehrenbürger der Stadt.

Während des Rundgangs informierte der Denkmalbeauftragte auch über die Problematik der Kosten, die für den Denkmalschutz alter Grabstätten aufzubringen sind. Er führte die Teilnehmer weiter zum Bereich des jüdischen Friedhofs. Dort erfuhren die Zuhörer, dass dieser separate Teil des Friedhofs zur jüdischen Gemeinde in Münster gehört und 1936 eine Verlegung vom Ostwall in Ahlen auf den Westfriedhof erfuhr.

Nach dem Besuch der Ehrengrabstätte für die während des Zweiten Weltkriegs bei Bombenangriffen ums Leben gekommenen Menschen sowie bei Grubenunglücken auf der Zeche Westfalen in Ahlen verstorbenen Bergmännern endete die Friedhofsführung.

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