Gedenken nur in aller Stille
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Sowohl zum Volkstrauertag als auch zur Pogromnacht gibt es kein öffentliches Gedenken. Bürgermeister Dr. Alexander Berger legt aber Kränze nieder.
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Die Ahlener Gedenk- und Erinnerungsveranstaltungen zur Pogromnacht am 9. November sowie zum Volkstrauertag am 15. November finden in diesem Jahr nicht statt. Die Veranstalter reagieren damit auf die verschärften Kontaktbeschränkungen zum Schutz vor Covid-19-Infektionen. Bürgermeister Dr. Alexander Berger wird aber, so die Stadt, an beiden Tagen ohne öffentliche Beteiligung am Mahnmal für die verfolgten und ermordeten Ahlener Juden in der Klosterstraße und auf dem Marktplatz am Mahnmal für die Opfer von Kriegen und Gewalt Kränze niederlegen.

Schrecken der Vergangenheit

„Auch in den Zeiten der Pandemie, die uns in vielen Bereichen Lasten auflegt, dürfen die Schrecken der Vergangenheit nicht in Vergessenheit geraten“, fordert der Bürgermeister. Alexander Berger regt an, sich an den Gedenktagen im Stillen der Grauen zu erinnern, die die Nazi-Diktatur über die Menschheit gebracht habe. „Nichts ist vergleichbar mit dem Terror, der sich in deutscher Verantwortung gegen Minderheiten und die Völker Europas richtete“, so Alexander Berger.

Auseinandergesetzt mit Antisemitismus hat sich ein digitales Schulprojekt. In Kooperation mit dem Forum Brüderlichkeit ist so ein Filmbeitrag entstanden, der ab dem 9. November auf der Videoplattform Youtube zu sehen sein wird.

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