Gefahr: Hundehasser legt Nagel-Köder aus
Bild: Detlef Peter Jotzeit
„Unser Luke (7) ist ein echter Familienhund“, sagt Andrea Jaunich. Wenn dem etwas zustoßen sollte, wäre das für alle ein echter Horror.
Bild: Detlef Peter Jotzeit

„Das ist unverantwortlich und eine absolute Sauerei“, schimpft Andrea Jaunich und warnt alle Hundefreunde eindringlich vor den Gefahren. Zumal der Fundort direkt an einer beliebten Hunderunde liege.

Maulkorb angelegt

„Wir und viele andere gehen dort jeden Tag her“, berichtet sie. Gerade am Abend sei es schwer, solche Köder sofort zu entdecken, bevor der treue Vierbeiner das verlockende Stück schon verschluckt habe. „Ein Bekannter von uns hat für seinen Hund bereits einen Maulkorb besorgt, den er nun vorsichtshalber dem Tier immer anlegt.“

Wurstköder, mit Nägeln bespickt, sind in Ahlen gefunden worden.
Am Dienstag sei sie durch ihren Sohn Simon (16) auf die Gefahrenstelle hingewiesen worden, sagt sie. Sein Foto habe ein Wurststück mit Nägeln gezeigt, das er am Wegesrand gefunden habe. Am Donnerstagabend seien sie und ihr Mann Olav erneut von einem Hundefreund angesprochen worden, der kurz zuvor ein Nagel bestücktes Wurststück gefunden habe.

Horrorvorstellung

„Unser Luke (7) ist ein echter Familienhund“, sagt Andrea Jaunich und streichelt ihren Australian Shepherd. Wenn dem etwas zustoßen sollte, wäre das für alle ein echter Horror.

Entsetzt zeigt sich Melanie Fischer, Gründerin der Facebook-Gruppe „Hundefreunde Ahlen“, über die erneuten Anschlag auf Hunde. Sie rät allen Hundebesitzern, besonders aufmerksam beim Gang mit den Hunden zu sein.

Anti-Giftköder-Seminare

Darüber hinaus schlägt sie vor, die Hunde fit zu machen. „Es gibt spezielle Trainingsprogramme, sogenannte Anti-Giftköder-Seminare, in denen die Hunde sensibilisiert werden, solche gefährlichen Fundstücke nicht aufzunehmen. Das kann Leben retten.“

Eine weitere Möglichkeit sei, Maulschlingen einzusetzen. „So kann der Hund erst gar nicht fressen.“ Das Anleinen sei eine weitere Sicherheitsmaßnahme.

Christian Häffke (35), hier mit seinem Zuchtrüden Henry, hat am Donnerstag ein Wurststück mit Nägeln entdeckt und den gefährlichen Fund bei Polizei gemeldet.
„Ich weiß nicht, was sich in den Köpfen solch böser Leute abspielt“, wundert sich Melanie Fischer über das Verhalten der Hundehasser. Leider werde es immer wieder solche Anschläge geben, befürchtet sie. Umso wichtiger sei es, die Hunde zu schützen.

„Das sind Tierquäler“

Bei seinem allabendlichen Rundgang mit seinem Labrador Retriever Henry (4) hat am Donnerstag Christian Häffke (35) ein Wurststück mit gleich drei Nägeln entdeckt. „Das sind doch Tierquäler“, sagt er verbittert. Es müsse jedem klar sein, was solche Nägel in der Speiseröhre, dem Magen oder dem Darm der Hunde anrichten könnten. „Einfach schrecklich.“

Ausführlicher Bericht in der „AT“-Ausgabe vom 25. Januar 2020. 

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