Ahlener haben bei Gelber Tonne Mitspracherecht
Bild: dpa
Zum 1. Januar 2021 soll in Ahlen die Gelbte Tonne eingeführt werden und die Gelben Säcke ablösen. 
Bild: dpa

Da das Thema alle Ahlener Haushalte betreffe, solle zunächst eine Bürgerbeteiligung durchgeführt werden, so Lehmann. Er betonte, dass die Union nicht gegen die Abschaffung des Gelben Sackes zugunsten der Gelben Tonne sei. Es spreche nichts dagegen, das Thema in die nächste Beratungsrunde im November zu schieben, meinte der CDU-Politiker.

Artmann (FWG) begrüßt CDU-Entscheidung

Über die Einsicht bei der CDU freute sich vor allem Heinrich Artmann, Fraktionschef der Freien Wählergemeinschaft (FWG): Denn er hatte bereits im Betriebsausschuss gefordert, die Bürger mehr einzubinden und sogar eine Befragung durchzuführen, war damit allerdings gescheitert (das „AT“ berichtete). Er begrüße die Entscheidung der CDU, sagte Artmann.

Nicht ganz so glücklich mit der Warteschleife für die Gelbe Tonne war indessen SPD-Fraktionschefin Gabi Duhme. Wenn die CDU eine zweite Beratungsrunde brauche, werde man sich nicht sperren, aber ihrer Meinung nach werde das Thema sehr hochgehängt.

Im zweiten Schritt Einführung der Wertstofftonne

Im Betriebsausschuss hatte Bernd Döding, Leiter der Umweltbetriebe, zur Eile gedrängt. Ziel ist im zweiten Schritt die Einführung einer Wertstofftonne. Das gehe aber nur kreisweit. Sofern das weiterhin gewünscht werde, könne die Abfallwirtschaftsgesellschaft (AWG) eine einheitliche Abstimmung für den Kreis mit den Systembetreibern vornehmen.

Sonderkündigungsrecht nutzen

Die Verhandlungen mit den Systembetreibern seien sehr kompliziert. Man wolle ein Sonderkündigungsrecht für den Gelben Sack nutzen, und zwar zum 1. Januar 2021 und nicht erst ein Jahr später. Die AWG sei wegen der Gelben Tonne gerade in Verhandlungen mit den Systembetreibern, es fehlten nur noch zwei, drei Städte im Kreis. Ahlen wolle in jedem Fall dazugehören.

SOCIAL BOOKMARKS