Gemeinde verabschiedet Schlotmann

„Wenn man sieht, wie voll die Kirche ist, möchte man am liebsten gar nicht Schluss machen“, sagte Schlotmann angesichts der gefüllten Kirchenbänke. Zuvor hatte die Gemeinde zusammen mit dem Kinder- und Jugendchor sowie dem Frauenchor Chornetto das Lied „Von guten Mächten wunderbar geborgen“ gesungen.

Schlotmann erläuterte, dass dieses Stück ihn als Diakon und später als Priester überallhin begleitet habe. Es zeige, was das Leben ausmache. Die Zeit in der St.-Pankratius-Gemeinde nahm einen großen Teil von Schlotmanns Predigt ein. Vorhelm habe das Glück, dass die Kirche mit ihrem mehr als 60 Meter hohen Turm die Blicke von allen Seiten auf sich lenke. Es sei ein Gebäude, das einige, doch mehr als einladen könne man nicht.

„Die Kirche soll auch weiterhin von allen Menschen genutzt werden“, formulierte Schlotmann seinen Wunsch für die Zukunft. Er habe festgestellt, dass die Suche nach Gott bei jungen und alten Menschen gleich sei. Doch dies sei oft verborgen von einer Mauer der Gleichgültigkeit, Bequemlichkeit und des Materialismus. „Bei den Menschen zu sein, ist wichtiger als jedes theoretisch-strukturelle Modell“, stellte Schlotmann klar. „Zu den Menschen zu gehen ist wertvoller als auf sie zu warten.“ Durch all die haupt- und ehrenamtlichen Gemeindemitglieder, aber auch durch die Vereine des Ortes sei Vorhelm ein gutes Beispiel für eine lebendige Gemeinschaft.

Er dankte für die Erfahrungen und Begegnungen der vergangenen viereinhalb Jahre. „Nun kann ich neue Schritte gehen“, schloss Schlotmann seine Predigt. Zum Ende des Gottesdienstes rückte der Pfarrer seinen Vorgänger Hermann Honermann, der seine Aufgaben die kommenden zwei Wochen übernimmt, in den Vordergrund: Er überreichte ihm einen symbolischen Schlüssel für das Gotteshaus. „Ich nehme ihn gerne an, gebe ihn nach zwei Wochen aber auch gerne wieder ab“, sagte Honermann unter dem Beifall der Gemeinde.

Mehr im „AT“ vom 17. August.

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