Geringhoff: Warten auf den Spezialbagger
Bilder: Jotzeit
Die Produktions- und Fertigungshallen sind dem Erdboden gleichgemacht worden. Nur der Kamin steht dort noch.
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Doch nun beginnen die Abrissarbeiten dort erst Anfang kommender Woche. „Wir haben die Transportgenehmigung für den Longfrontbagger nicht rechtzeitig erhalten“, erklärt Hubert Thesing, Polier vom Abbruchunternehmen Clemens Klöpper aus Borken.

Die Bescheinigung sei aber unbedingt erforderlich, um den Spezialbagger, mit dem der Abbruch größerer und höherer Gebäude möglich ist, überhaupt mit einem Tieflader über öffentliche Straße bewegen zu können. „Immerhin müssen rund 100 Tonnen transportiert werden“, so Thesing. Aktuell stehe der Longfrontbagger in Dorsten in Warteposition. Dort habe er in den vergangen Tagen ein Mehrfamilienhaus dem Erdboden gleichgemacht.

„Ein Teil der Baggerwerkzeuge liegt aber schon auf dem Abbruchgelände in Ahlen“, sagt der 43-jährige Polier und weist auf die riesigen Tiefen- und Sieblöffel sowie den mannshohen Zangensotiergreifer und den tonnenschweren Ausleger hin. „Fehlt halt nur noch der Bagger. Dann kann es losgehen.“

In der kommenden Woche wird der Wohn- und Bürogebäudekomplex der Maschinenfabrik zur Nordstraße hin in Angriff genommen.
Aufgerollt werde das Feld sozusagen von hinten, erklärt Thesing. Der Longfrontbagger werde auf dem Geringhoff-Gelände positioniert, wo früher eine alte Halle gestanden habe. Von da aus werde sich das Gerät nach und nach vorarbeiten. Zuerst werde der noch vorhandene Kamin abgerissen, danach die Wohn- und Bürogebäude zur Nordstraße hin. „Gut zwei Wochen wird das wohl dauern“, rechnet Thesing.

Die Hallen abzureißen sei deutlich einfacher gewesen. Etwas problematischer sei der anstehende Abriss, weil eine Vielzahl von Stoffen dort verarbeitet seien. „Und die müssen wir alle mühsam sortieren“, so Thesing. Und das koste Zeit.

Ansonsten ist er mit dem Fortschritt auf der Großbaustelle recht zufrieden. Insbesondere das Wetter habe entscheidend dazu beigetragen, dass bisher alles reibungslos gelaufen sei. „Bei so einem Abbruch wird normalerweise jede Menge Staube freigesetzt“, so Thesing. Dank der häufigen Regenschauer habe sich aber die Belastung für die Anwohner aber in Grenzen gehalten. Aus diesem Grund dürfe es ruhig weiterregnen bis zum Ende der Abrissarbeiten.

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