Gesamtschule: Auswärtsspiel für Heimspiel
Bild: Lange
Ein Modell, das die Erweiterung der Fritz-Winter-Gesamtschule in Ahlen darstellt, zeigen (v. l.) Bürgermeister Dr. Alexander Berger, Heike Raatz und Manfred Falk (beide Zentrales Gebäudemanagement), Brigga Kazmierczak (Schulamt), Alois Brinkkötter (Schulleiter Fritz-Winter-Gesamtschule), Marc Matzken und Heiko Kampherbeek (Heimspiel-Architekten Münster) und Stadtbaurat Andreas Mentz.
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Bürgermeister Dr. Alexander Berger bescheinigte dem Wettbewerb eine hohe Qualität. „Die Wahl fiel der Jury schwer“, sagte er. Dennoch sei die Entscheidung für die Heimspiel-Architekten einstimmig. Mentz wiederum war begeistert, dass alle Bewerber Entwürfe eingereicht hatten: „Das habe ich noch nie erlebt.“

Der Sieger-Plan zur Erweiterung der Fritz-Winter-Gesamtschule geht laut Dr. Berger gut auf die bestehende Situation ein und überzeugt mit seiner ebenerdigen, barrierefreien und offenen Gestaltung. „Der Teamgeist der Schule wird sich weiter ausbilden“, war er sich sicher.

Zur Jury gehörte unter anderem Alois Brinkkötter, Leiter der Fritz-Winter-Gesamtschule. Die Entscheidungsfindung sei alles andere als Alltagsgeschäft gewesen. „Es war gut, Zeit zu haben, um sich in die Philosophie jedes einzelnen Entwurfs hineinversetzen zu können“, sagte er. Nach und nach sei der Kreis der Wettbewerbsteilnehmer eingegrenzt worden, bis schließlich der Gewinner festgestanden habe.

Das Besondere am Siegerentwurf: Jedes der acht zusätzlichen Klassenzimmer sei anders. „Das passt, da wir eine Schule der Vielfalt sind“, meinte Brinkkötter. Dass sich alle Räume auf einer Ebene befänden, stärke ebenso den Teamgeist wie das geplante Atrium. „Es wird viele Berührungspunkte geben.“ Wichtig seien die Differenzierungsräume. „In Kleingruppen kann dort gearbeitet werden“, so der Schulleiter weiter.

Heiko Kampherbeek von Heimspiel-Architekten gab zu, sich „irrsinnig“ über den für sein Büro erfreulichen Anruf von Stadtbaurat Andreas Mentz gefreut zu haben. „Unser Anspruch war es, den Wettbewerb zu gewinnen und gleichzeitig die bestmögliche Nutzung für das Gebäude zu finden“, führte er aus. S

ein Kollege Marc Matzken ergänzte, dass Orientierung ein oft gefallener Begriff gewesen sei. So gebe es im Erweiterungsbau keine Sackgassen. Die Architektur des Gebäudes lasse viel Licht hinein. „Wir wollen so zügig wie möglich loslegen“, sagte Stadtbaurat Mentz. Aus dem Programm „Gute Schule 2020“ seien Fördermittel hinterlegt. Das Vorhaben insgesamt koste circa drei Millionen Euro.

Mehr im „AT“ vom 13. Dezember.

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