Geschichten des An- und Weiterkommens
In Düsseldorf ist die Ausstellung  Glückauf in Deutschland  eröffnet worden. Sie erzählt die Geschichte von neun Jugendlichen, die 1964 aus der Türkei ins Ruhrgebiet gekommen waren, um eine Lehre im Ruhrbergbau zu machen. Dazu zählt such der Ahlener Recep Celikoglu. Das Bild zeigt (v. l.) die Zeitzeugen Bekir Sarikaya (Dortmund), Hasan Demirci (Castrop-Rauxel) und Halit Güner (Bönen), Landtagspräsident André Kuper, die Zeitzeugen Recep Celikoglu (Ahlen), Murtaza Karaoglu (Bergkamen) und Zeki Kanag (Datteln) sowie Dr. Viktoria Waltz, Kuratorin des  Vereins für Internationale Freundschaften .

Dazu zählt auch der Ahlener Recep Celikoglu. Landtagspräsident Kuper betonte: „Diese inspirierende Ausstellung zeigt berührende Geschichten des Ankommens und Weiterkommens in Deutschland. Die Biografien können uns als gute Beispiele Mut machen in der oft sehr emotional geführten Debatte um Integration.“ Zusammengestellt hat die Ausstellung der  „Verein für Internationale Freundschaften“.

Die Lebensgeschichte der neun Männer, die im Alter von 14, 15 und 16 Jahren nach Deutschland gekommen waren, zeige, dass Integration gelingen könne und dass ein gutes Miteinander funktioniere und mit ein wenig Geduld jede Seite davon profitiere. Die neun Zeitzeugen stammen aus Ahlen, Bergkamen, Dortmund, Bönen und Datteln. Sie und ihre Familien hatte 1964 die Nachricht aus türkischen Arbeitsämtern erreicht, dass Deutschland Lehrlinge für eine Ausbildung im Bergbau suche. Gemeinsam mit rund 70 weiteren Jugendlichen machten sie sich mit dem Zug aus West-Anatolien, Kappadokien und der Schwarzmeerregion auf den Weg ins Ruhrgebiet. Untergebracht wurden sie in Jugendfamiliendörfern, den Pestalozzidörfern.

Ihre Geschichten – von ihnen selbst erzählt – stehen stellvertretend für insgesamt mehr als 1000 Jugendliche, die zwischen 1964 und 1973 in das Ruhrgebiet kamen, um dort ein neues Leben zu beginnen. Ihre Lebensgeschichten sind zugleich Teil der Einwanderungsgeschichte und der Wirtschaftsentwicklung NRW. Der Landtag zeigt die Wanderausstellung anlässlich des Schließens der letzten beiden Steinkohlezechen in NRW in diesem Jahr.

Die Schau ist bis zum 9. März zu sehen, montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr nach vorheriger Anmeldung, Telefon 0211/8842129, E-Mail an veranstaltungen@landtag.nrw.de. An Wochenenden ist von 11 bis 17 Uhr keine Anmeldung nötig.

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