Graffiti-Attacke auf Hausfassaden  
Bilder: Jotzeit
Verärgert und erbost sind diese Bewohner der Schlütingstraße über die Graffiti-Schmierereien. Das Bild zeigt (v.l.) Anne Sagray, Emmy Nordhoff und Sylvia Wenisch.
Bilder: Jotzeit

Die Ermittlungen der Polizei dauern noch an. Nach ersten Erkenntnissen sind die Schlüting-, Sedan- und Spilbrinkstraße betroffen. „Einfach unmöglich“, schimpft Emmy Nordhoff, an deren Hauswand an der Schlütingstraße 36 der ominöse Schriftzug prangt. Solche Leute hätten einfach keinen Respekt vor fremdem Eigentum, wettert sie und hofft darauf, dass die Sprayer erwischt werden.

„Das ist absolut ärgerlich“, ist Nachbarin Sylvia Wenisch sauer über die Nacht- und Nebelaktion. „Mich hat heute Morgen mein Nachbar von gegenüber auf die Schmiererei aufmerksam gemacht“, sagt sie. Gegen 23 Uhr in der Nacht zuvor habe sie beim Heimkommen noch nichts bemerkt gehabt.

Ebenfalls betroffen ist das Haus von Anne Sagray an der Schlütingstraße 32. Sie denkt dabei an die nicht unerheblichen Reinigungskosten. „Die meisten Versicherungen bezahlen so etwas ja nicht.“ Und mit Blick auf die ebenfalls betroffene Hausfront eines Nachbarn berichtet sie: „Der hat seine Fassade erst vor kurzem komplett neu streichen lassen.“

„Ein Dummejungenstreich ist das nicht mehr“, ärgert sich Lukas Isenberg über die Schmierereien.
Sozusagen doppelt betroffen ist Lukas Isenberg, dessen Haus an der Ecke Spilbrink-/Sedanstraße liegt. Gleich an zwei Hausseiten waren die Sprüher mit schwarzer und silbergrauer Farbe aktiv. „Ich habe schon versucht, die Schmiererei zu entfernen“, sagt der Wohnhaus-Eigentümer. Bislang sei ihm das aber nicht gelungen. Kein Verständnis hat Isenberg für die Sprayer: „Ein Dummejungenstreich ist so etwas nicht mehr.“

Dass es schwierig sei, Graffitis zu beseitigten, weiß Malermeister Helmut Neumann aus längjähriger Erfahrung. Seit mehr als zehn Jahren habe er sich auf derartige Arbeiten spezialisiert, sagt er. Zur Entfernung wende er ein besonderes Verfahren an. So werde zunächst eine Flüssigkeit aufgetragen. Nach einer bestimmten Einwirkungszeit werde die Farbe mit einer Spezialmaschine abgesaugt. Zu den Kosten will er nichts sagen. „Es kommt immer auf den Untergrund und die ausgewählte Farbe an“, sagt er. Aber recht teuer könne es schon werden.

Polizei schätzt Schaden auf mehrere Tausend Euro

Laut Polizeisprecherin Dagmar Artmeier von der Kreispolizeibehörde Warendorf ist bereits von mehr als zehn Geschädigten eine Strafanzeige gegen Unbekannt wegen Sachbeschädigung erstattet worden. Weitere Betroffene werden gebeten, sich zu melden.

Bei der Sprühattacke am Container wurden die Sprayer wohl gestört.
Die Verursacher müssten mit einer Strafverfolgung und einer Schadensersatzforderung von mehreren Tausend Euro rechnen, so Artmeier. „Und das ist schon ein Batzen.“

Wer Hinweise geben kann, wird gebeten sich bei der Polizei zu melden, Telefon 02382/9650. Darüber hinaus bittet Artmeier die Bürger um erhöhte Aufmerksamkeit. Wer Sprayer auf frischer Tat bei den Graffiti-Schmierereien, beispielsweise in der Nacht, bemerke, der könne die Polizei auch über den Notruf 110 alarmieren.

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