Gratis-Winterfahrt für 100 Kinder
Bild: Lange
Stellten die Tagesfahrt für 100 Kinder aus Ahlen nach Altastenberg vor (v. l.): Markus Piotti (Caritas für das Dekanat Ahlen), Sebastian Richter (Forum gegen Armut), Gabriele Liesemann (Innosozial) und Thomas Schürmeyer (Stadt Ahlen).
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Das Angebot richtet sich an sozial benachteiligte Kinder von sechs bis zwölf Jahren. Bei der ersten Fahrt, so Richter, seien ein paar Jungs dabei gewesen, die mit ihrem sprunghaften Wesen aufgefallen seien. Im Laufe der Jahre seien die Kinder ruhiger und verantwortungsbewusster geworden. „Sie haben eine tolle Entwicklung hingelegt“, sagte Richter.

Neben dem Forum gegen Armut sind die Caritas für das Dekanat Ahlen, die Awo, Innosozial und die Stadt Ahlen federführend bei der Organisation. Zwei Busse mit 100 Kindern samt Betreuern steuern am Samstag, 23. Januar, das Haus der Arbeiterwohlfahrt (Awo) in Altastenberg an. „Das Gebäude ist höher gelegen als das Schullandheim in Winterberg, was die Schneewahrscheinlichkeit steigert“, erläuterte Richter. Schlitten seien ausreichend vorhanden.

Die Abfahrt erfolgt um 8.30 Uhr am Stadthallenparkplatz. Im Bus werden Lunchpakete verteilt. Nach der Ankunft geht es direkt zum Rodelhang, auf dem sich die Ahlener bis zum Mittagessen im Awo-Haus austoben können. Danach steht ein Spaziergang zu einem Spielplatz auf dem Programm. „Wer noch Energie hat, baut sie dort ab“, so Richter. „Und das sind in der Regel eher die Kinder als die Betreuer.“ Mit heißem Kakao im Awo-Haus endet der Ausflug in den Schnee. Die Rückkehr zum Ahlener Stadthallenparkplatz ist für 18 Uhr geplant.

Dass die Winterfahrt mittlerweile in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist, beweist laut Richter die Unterstützung durch die Bürgerstiftung. Markus Piotti (Caritas) ergänzte: „Bei der ersten Fahrt waren die Eltern skeptisch, dass ihre Kinder gut versorgt werden. Jetzt gibt es keine Bedenken mehr.“

Teilnehmen sollen auch die Kinder der in Ahlen vom Sozialamt betreuten Asylbewerber. Für die gerade in den Notunterkünften angekommenen Kinder sei das Angebot nicht geeignet. „Wer vorgestern noch über das Mittelmeer geflüchtet ist, hat jetzt erst mal etwas anderes zu tun“, sagte Richter. Thomas Schürmeyer (Stadt Ahlen) fügte hinzu: „Kinder in solch einer Situation direkt wieder von den Eltern zu trennen, ist aus pädagogischer Sicht nicht sinnvoll.“

Mehr im „AT“ vom 4. Dezember.

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