Großherzige Spende für Flüchtlingskinder
Bild: Voss-Loermann
Ein Großteil der Flüchtlinge aus der Notunterkunft in der Bodelschwinghschule haben sich am Dienstagnachmittag vor dem Bekleidungsgeschäft C&A in Ahlen zum Gruppenbild gestellt. Anschließend kauften alle Winterkleidung für die Kinder.
Bild: Voss-Loermann

Anlässlich des muslimischen Opferfestes, das weltweit am Donnerstag gefeiert wird, haben sich die aus der Türkei stammenden Ahlener Familien nicht lumpen lassen und für alle Sechs- bis Zwölfjährigen warme Wintersachen gekauft. „Das macht man so bei uns, dass man zum Opferfest etwas spendet, und viele kaufen sich dann auch neue Kleider“, erläuterte Lütfü Güler im Gespräch mit dem „Ahlener Tageblatt“ die Motive seiner Familie für die einmalige Spendenaktion.

Die Kinder aus Syrien, Pakistan, Afghanistan, dem Irak und Mazedonien waren am Nachmittag in Begleitung von Dr. Khaled Elboshier, Oberarzt in der Inneren Abteilung des St.-Franziskus-Hospitals, in die obere Fußgängerzone gekommen. Gemeinsam gingen dann alle zu C&A, um die Kleinen mit warmen Winterjacken zu versorgen.

Wie man dazu kommt, derart großzügig zu spenden? „Ganz einfach“, sagte Lütfü Güler. Dr. Elboshier sei in seinem Café Royal am Hansaplatz zum Essen gewesen. Bei der Gelegenheit habe der Arzt, der fast täglich in die Flüchtlingsunterkunft geht und der sich mit den Flüchtlingen unterhalten kann, weil er arabisch spricht, vom Elend der Geflüchteten berichtet. Lütfü Güler sei daraufhin sofort klar gewesen, dass er etwas tun wolle. Gemeinsam mit seinem Schwiegersohn Osman Köse, der das Royal-Kebab-Haus an der Rottmannstraße betreibt, und mit Selma Karaman vom Café Royal habe man beschlossen, den Kindern der Flüchtlinge warme Winterkleidung zu kaufen.

Schnell machte die Nachricht im Laufe des Dienstags in der Unterkunft an der Warendorfer Straße die Runde, und mit der Hilfe von Dr. Khalid Elboshier, der einen Kleinbus einsetzte, wurden alle Flüchtlingsfamilien in zwei Fuhren in die Stadt gebracht. „Die Kinder können jetzt mit ihren Eltern einkaufen gehen, und wir bezahlen anschließend die Rechnung“, erklärte Lütfü Güler. Schnell hatten sich daraufhin die Flüchtlinge neue Kleider ausgesucht.

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