„Guter Sozialplan“ für Marktkauf-Mitarbeiter
Bilder: Detlef Peter Jotzeit
Die Marktkauf-Ära in Ahlen geht zu Ende.
Bilder: Detlef Peter Jotzeit

„Gegenüber dem ersten Angebot des Arbeitgebers haben wir eine halbe Million Euro mehr herausgeholt“, teilte sie auf „AT-Nachfrage mit. 

„Das ist ein guter Sozialplan“, stellte sie am späten Abend fest. „Wir haben alles versucht, mehr war nicht drin.“ Positiv sei zudem, dass jeder Mitarbeiter, der im Dezember nicht mehr als einen Tag krank gewesen sei, noch eine Pauschale von 1000 Euro oben drauf bekomme. Darüber hinaus werde es zum Abschluss ein Betriebsfest geben.

An der Schließung der Filiale zum 31. Dezember dieses Jahres hatte es im Vorfeld bereits keinen Zweifel mehr gegeben (das „AT“ berichtete). Knapp zweieinhalb Stunden tagte der Betriebsrat am Dienstag zunächst mit den Vertretern der Konzernleitung hinter verschlossenen Türen. „Es gab noch einige Punkte zu klären“, sagte Chughtai. Gegen 18.30 Uhr sei das Verhandlungspapier unterschrieben worden.

Bis zum Schluss gekämpft hat der Betriebsrat der Marktkauf-Filiale in Ahlen unter dem Vorsitz von Edelgard Chughtai für die Belegschaft und einen „guten Sozialplan“ herausgeholt.
Um 19.12 Uhr wurden die Kunden in der Filiale informiert, dass das Geschäft bereits um 19.30 Uhr schließt. Danach traf sich die Belegschaft zur Betriebsversammlung, um über den ausgehandelten Kompromiss informiert zu werden.

„Wir haben eine gute Formel entwickelt“, so Chughtai. Demnach bekomme jeder Mitarbeiter einen Sockelbetrag und entsprechend seiner Betriebszugehörigkeit eine Abfindung. Zudem würden die Kündigungen erst nach Weihnachten zugeschickt. „Individuelle Fristen werden dabei eingehalten“, versicherte Chughtai.

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