Händler bieten fairen Preis für Altgold
Bild: Werner
Gold aus der Schmuckschatulle: Wie viel Euro es in Zeiten hoher Goldpreise dafür gibt, hat „Die Glocke“ getestet.
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Im Selbstversuch werden den Händlern altes Zahngold, ein fast 100 Jahre alter Trauring und einige Elemente aus Omas Kettenarmband unterbreitet. Das Versuchsgelände erstreckt sich in diesem Fall auf drei Annahmestellen von Altgold in der Ahlener Fußgängerzone. Es folgt eine Analyse durch den Obermeister der Gold- und Silberschmiedeinnung Münster, den Ahlener Goldschmiedemeister Raphael Fischer.

Kaum Unterschiede bei der Wertbestimmung

 Schritt eins, der Besuch bei den Goldankaufstellen, bringt wenig Überraschendes zutage: Die

Der Goldpreis ist in der Nacht zum Donnerstag erstmals über die Marke von 1800 Dollar gestiegen. Im asiatischen Handel stieg der Preis für eine Feinunze (etwa 31 Gramm) bis auf 1814,95 Dollar. Das Niveau konnte der Goldpreis allerdings nicht halten und rutschte zuletzt wieder etwas ab. Zuletzt kostete eine Feinunze in Singapur knapp 1790 Dollar und damit in etwa so viel wie am Mittwochabend. Wegen der Sorgen über die Verfassung der Weltwirtschaft und der fallenden Aktienkurse steht Gold seit Tagen und Wochen bei Investoren hoch im Kurs. Bis dato verteuerte sich Gold im laufenden Jahr in etwa um ein Fünftel, nachdem der Preis 2010 um rund 25 Prozent gestiegen war. (dpa)

Geschäftsleute wiegen das Zahngold separat, die Schmuckreste kommen anschließend auf die Waage. Nahezu einvernehmliche Ergebnisse lassen Vertrauen reifen: Der erste Ankäufer bietet 275 Euro für den Goldschmuck, Händler Nummer zwei will 268 Euro geben, und der Dritte im Bunde kommt mit etwas mageren 254 Euro um die Ecke. Es besteht also kein wirklicher Unterschied in der Wertbestimmung.

Experte: Angebote liegen im Toleranzbereich

Im zweiten Schritt ist Goldschmiedmeister Raphael Fischer an der Reihe. Die Frage lautet: Waren die Angebote reell? Die Feingoldanteile werden zusammengerechnet. Fischer erhält die Summe von 7,6 Gramm Feingold, bei einem Grammpreis von etwa 40 Euro ist das Gold also 304 Euro wert. 20 Euro zieht er für die etwa 20-minütige Prüfung durch sein Fachpersonal ab, sodass der Erlös bei 284 Euro läge – im Verhältnis zu den drei anderen Angeboten also durchaus im Toleranzbereich.

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