Haldenkreuzweg: Verein bleibt am Ball
Am Fuße der Osthalde in Ahlen stellten Jürgen Stemmer und Martina Jotzeit vom Förderverein Ahlener Haldenkreuz den Entwurf einer Kreuzwegstation vor.

Diese Aufmunterung sei auch aus den Reihen der Politik erfolgt. Nachdem sich die Stadtverwaltung am 16. Juni überraschend als nicht zuständig für die Osthalde erklärt und die zunächst zugesagte Beratung eines Bürgerantrags kurzfristig abgesagt hätte, habe der Förderverein alles darangesetzt, mit dem Eigentümer der Fläche, der RAG Montan Immobilien GmbH in Essen, weitere Gespräche zu führen, heißt es in einer Mitteilung.

An anderen ehemaligen Zechenstandorten im Ruhrgebiet habe die RAG GmbH ähnliche Projekte gefördert. Zunächst hatte der Förderverein sich für die Realisierung des Vorhabens auf den 15. August fixiert. An diesem Tag wird das Jubiläum des sieben Meter hohen Haldenkreuzes gefeiert, das vor zehn Jahren im Rahmen des Weltjugendtages per Hubschrauber auf der Osthalde installiert worden war. Um den Termindruck zu nehmen, hat sich der Vorstand entschlossen, die erhoffte Installation der Kreuzweg-Stationen zu verschieben.

Angedacht als möglicher Termin ist nun die zehnte Kreuzweg-Veranstaltung, die regelmäßig eine Woche vor Ostern auf der Osthalde stattfindet. „Das verschafft uns bei den Gesprächen mehr Luft“, erklärt der stellvertretende Vorsitzende Jürgen Stemmer. Wichtig ist dem Verein der Hinweis, dass die Installation eines Kreuzweges einer eventuellen Nachnutzung der Halde nicht im Wege stehe.

Nach Absprache mit dem Künstler Pater Abraham aus Meschede, der bereits mit der Gestaltung des Torkreuzes am Ostwall ein beeindruckendes Kunstwerk in Ahlen geschaffen habe, sowie einem Bauunternehmer sei klar, dass die knapp 1,5 Meter hohen und 40 Zentimeter breiten Stelen bei Bedarf jederzeit und auf Kosten des Fördervereins umgesetzt werden könnten. „Wir wollen die Stadt Ahlen mit unserem Projekt attraktiver machen“, unterstreicht Stemmer.

Ein künstlerisch gestalteter Kreuzweg auf der Osthalde sei eine Bereicherung und für erholungssuchende Menschen wie ein Magnet. Dies habe er jüngst bei einer Radtour durch das Ruhrgebiet an anderen ehemaligen Zechenstandorten erlebt. Die einzelnen Kreuzwegstationen sollen mit einem speziellen Fundament sicher vor Vandalismus im Boden befestigt werden.

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