Hammer muss fünfeinhalb Jahre in Haft
Bild: Münch
Wegen versuchten Mordes muss ein 50-jähriger Hammer für fünfeinhalb Jahre ins Gefängnis. Die Tat ereignete sich am 4. Juli 2017 in Ahlen.
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Ihm wurde eine heimtückische Attacke auf einen Fahrradfahrer am 4. Juli 2017 an der Kreuzung Kruppstraße/Porschestraße in Ahlen zur Last gelegt.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Angeklagte den Lebensgefährten seiner früheren Freundin vorsätzlich gerammt hatte. Beim Aufprall hatte der geliehene Pkw eine Geschwindigkeit von 35 Kilometern pro Stunde. Mit viel Glück hatte das Opfer den Unfall mit leichten Verletzungen überstanden.

Das Gericht folgte der Auffassung des Staatsanwaltes, wonach der Hammer den 37-jährigen Ahlener Fahrradfahrer habe töten wollen. Wegen einer seelischen Störung hielt es die Kammer allerdings für möglich, dass der Angeklagte zum Tatzeitpunkt nicht komplett schuldfähig gewesen sei. Sie blieb deshalb deutlich unter der Höchststrafe „Lebenslang“, die das Gesetz für einen Mordversuch ermöglicht. Regungslos nahm der Angeklagte das Urteil entgegen.

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