Haus Holtermann: Postkartenaktion voller Erfolg
Bild: Lange
Eigentum verpflichtet: Diese Meinung haben im Gespräch mit (v. l.) „AT“-Redaktionsleiterin Maria Kessing Denkmalschutzbeauftragter Bernd Schulze Beerhorst und der Ahlener Dr. Hans Promesberger am Redaktionsmobil auf dem Ahlener Marktplatz geäußert.
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Unterzeichner sind die Stadtbildmacher, der Ahlener Industrie- und Wirtschaftsclub, der Kunstverein und der ehrenamtliche Denkmalbeauftragte Bernd Schulze Beerhorst.  Am 2. Februar hatten die Stadtbildmacher die Postkartenaktion gestartet, mehr als 1000 wurden verteilt.

Silke Büscher-Wagner ist mit Rücklauf sehr zufrieden

Mit dem Rücklauf von 50 Prozent ist Silke Büscher-Wagner sehr zufrieden. „Herr Arztberg bekommt von uns ein nettes, höfliches Schreiben“, sagt die engagierte Ahlenerin, die in diesem Jahr weitere Aktionen plant. So sollen Mahnwachen vor dem Haus Holtermann stattfinden, auch eine Beleuchtungsaktion für die Jugendstilfassade kann sich Büscher-Wagner vorstellen. Für ein solches Projekt würde die Stadtbildmacherin gerne mit dem Kunstverein zusammenarbeiten, um dafür Sponsoren zu gewinnen.

Weiterhin ist ein Gespräch mit der Oberen Denkmalbehörde beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) geplant. Außerdem steht Büscher-Wagner in Kontakt mit einem Architekten der Bertelsmann-Stiftung in Gütersloh, von dem sich die Stadtbildmacher Unterstützung versprechen. „Der Eigentümer soll merken, dass es langsam für ihn ungemütlich wird“, sagte die Stadtbildmacherin am „Glocke-Redaktionsmobil“. Einige hätten sogar über eine Besetzung des Hauses Holtermann nachgedacht, aber das habe sie abgelehnt, so Büscher-Wagner.

Die Sache muss am Kochen gehalten werden

Ein Mensch mit Herz für den Denkmalschutz müsse sich des imposanten Denkmals auf dem Marktplatz annehmen. Eine Idee wäre eine Genossenschaft Ahlener Bürger zu gründen, die das Denkmal erwirbt und saniert.

Auf jeden Fall müsse die Sache am Kochen gehalten werden, setzt sich auch Denkmalpfleger Bernd Schulze Beerhorst für eine aktive Öffentlichkeitsarbeit ein. Der desolate Zustand des ehemaligen Bettenhauses Beumer falle durch den neu gestalteten Marktplatz noch mehr ins Auge, meint er.

Eigentum verpflichtet laut Grundgesetz

Gerd Buller kann sich als künftige Nutzer gut den städtischen Bürgerservice oder die Volkshochschule vorstellen. Einig sind sich alle, dass Eigentum wie es im Grundgesetz stehe, auch verpflichte. Das schreiben auch viele Bürger dem Eigentümer ins Stammbuch.

Das „AT“ wollte auch Stefan Arztberg zu Wort kommen lassen. Der Eigentümer war telefonisch und per E-Mail jedoch nicht zu erreichen. Bürgermeister Dr. Alexander Berger und Stadtbaurat Andreas Mentz sowie Wirtschaftsförderer Jörg Hakenesch waren zur Aktion am Redaktionsmobil eingeladen, hatten aber abgesagt.

Was die Bürger über das Haus Holtermann denken, lesen Sie in der Ausgabe vom 22. Februar im „AT“.

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