Heißasphalt für die Schlaglochpiste
Bilder: Jotzeit
Bis zu sechs Tonnen Heißasphalt kann der Lkw mit Thermobehälter transportieren. In Dolberg wird damit die Uentroper Straße geflickt.
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 „Endlich bewegt sich etwas“, sagt Johannes Romberg (64), der seit knapp zweieinhalb Jahren um eine Sanierung der maroden rund 300 Meter langen Teilstücks kämpft. „Ich hätte mir zwar gewünscht, dass die Straße zunächst richtig ausgefräst und der Untergrund ordentlich verfestigt wird“, sagt er. Doch zumindest sei das nun ein Anfang.

Ins gleiche Horn stößt Anwohner Bernhard Falk. „Damit kommen wir wenigstens einigermaßen über den Winter“, hofft er. Für die direkten Anwohner rechnet er nun mit einer spürbaren Entlastung. Schließlich seien die ständigen Lärmbelästigungen und das Gerumpel, verursacht durch uneinsichtige Raser, unerträglich.

„Hauptsache der Asphalt hält dieses Mal länger als bei dem ersten Ausbesserungsversuch im Mai“, ergänzt Falk. Schon nach wenigen Tagen seien die Löcher wieder da gewesen. „Und danach war es schlimmer als vorher.“ Dass der Asphalt damals nicht gehalten habe, sei kein Wunder gewesen, ist sich Falk sicher. „Die hatten die Straße sofort wieder für den Verkehr freigegeben, ohne dass das Material aushärten konnte“, so seine Erklärung.

Dass sich überhaupt etwas in Dolberg bewegt, darüber freuen sich (v. l.) Johannes Romberg, Karin Falk und Bernhard Falk.
Bei dem neuen Ausbesserungsversuch sieht das nun anders aus. So wird für die Arbeiten jeweils eine Fahrbahnspur komplett gesperrt, um das Material aufzubringen. Außerdem kommt dieses Mal sogenannter Heißasphalt zum Einsatz. „Im Mai hatten wir Kaltasphalt benutzt“, erklärt Klaus Hartmeier, Leiter der Straßenmeisterei Beckum. Auf der Uentroper Straße habe sich das Material nicht bewährt. „Woanders hat es gut gehalten.“

Vor Ort sind die Straßenbauer mit fünf Kräften sowie einer handgeführten Walze und einem Lkw mit Thermobehälter im Einsatz. „Rund zwölf Tonnen Heißasphalt werden wir brauchen“, schätzt Hartmeier. Dann müsste die Verkehrssicherheit für die Winterzeit garantiert sein.

Das hofft auch Karin Falk. Allerdings macht sie noch einmal klar: „Das ist nur ein Provisorium.“ Ob die vom Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen in Aussicht gestellte Grundsanierung im nächsten Jahr wirklich kommt, daran hegt sie noch Zweifel. „Ich glaube das erst, wenn es soweit ist.“

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