Hetze gegen Flüchtlinge nicht geduldet
Bild: Lukas Schulze/dpa
Ein wachsames Auge aufeinander und gegenseitige Hilfe verfolgt die Facebook-Gruppe „Ahlener schützen Ahlener“. Nachdem in der jüngsten Zeit die Hetze gegen Flüchtlinge ebenso zunahm wie Beiträge zur Bewaffnung, haben die Administratoren alles auf Null gestellt und legen nun einen Neustart hin.
Bild: Lukas Schulze/dpa

Daher haben die Gruppengründer am Dienstagmittag sämtliche Beiträge gelöscht und Benimmregeln festgelegt. Erst am Freitag hatte Markus Wittenzellner, einer von sieben Administratoren, mitgeteilt: „Die Gruppe ist nicht dazu da, Hass zu verbreiten oder zu verdeutlichen, wie ich am besten an Waffen komme. Die Gruppe ist für Leute, die Angst haben, allein nach Hause zu gehen.“ Diese könnten Telefonnummern austauschen und sich so gegenseitig helfen.

Im „AT“-Gespräch erläutert seine Ehefrau Carina, ebenfalls Administratorin: „Gerade in der Karnevalszeit halten sich viele Menschen nachts auf der Straße auf. Sie sollen lernen, wachsam zu sein und auf den anderen zu schauen.“ In den vergangenen Tagen hatten die Administratoren vor allem mit Hetze gegen Flüchtlinge zu tun. „Das dulden wir nicht“, sagt Carina Wittenzellner.

In der Gruppe seien bisweilen zwei Extreme aufeinandergeprallt: Linke Mitglieder, die viel beschönigten, und rechte Kommentatoren, deren Beiträge gelöscht worden seien. „Wir haben viele Leute wegen ihrer Äußerungen aus der Gruppe rausgeschmissen“, erläutert die Ahlenerin.

Weitere Hintergründe in der Ausgabe vom 20. Januar 2016.

SOCIAL BOOKMARKS