Historische Platzstruktur bewahren
Grafik: WBP
Die Inneninsel auf dem Ahlener Marktplatz kann von Gastronomen genutzt werden: Dies ist nur eine Idee der WBP Landschaftsarchitekten GmbH, die den Gestaltungswettbewerb gewonnen hat.
Grafik: WBP

„Die WBP Landschaftsarchitekten GmbH hat den Ahlener Marktplatz am besten verstanden“, hat Bürgermeister Dr. Alexander Berger am Montag bei der Präsentation im Rathaus betont. Die Entscheidung sei einstimmig gefallen: Die Jury habe die Wünsche und Ansprüche der Bürger am deutlichsten in dem Entwurf der Bochumer wiedergefunden.

Stadtbaurat Andreas Mentz hob hervor, dass alle Planer fachlich gute Arbeit verrichtet, dabei aber zum Teil unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt hätten. „Die Bandbreite war sehr groß“, sagte Mentz. Stein des Anstoßes der Diskussion sei das „barrierereiche Pflaster“ auf dem Marktplatz gewesen, das Unzufriedenheit bei den Bürgern entfacht habe. „Die Stolperkanten müssen raus“, unterstrich er. Mit der Festlegung auf den Entwurf der WBP Landschaftsarchitekten GmbH beginne die Arbeit erst jetzt richtig. Beim Tag der Städtebauförderung am Samstag, 21. Mai, sollen die Bürger erneut zur Sprache kommen. Sollte das Vorhaben, wie von Mentz gewünscht, vom Land gefördert werden, könne der Umbau des Marktplatzes nach der Winterpause 2017 in Angriff genommen werden. „Der Ahlener Advent soll in diesem Jahr stattfinden“, sagte der Baurat.

Für das Stadtfest 2017 allerdings müsse ein alternativer Veranstaltungsort gefunden werden, ebenso für Sondermärkte. „Die Arbeiten sind sehr umfangreich, betreffen auch das Entwässerungsnetz. Wenn wir einmal dort rangehen, wollen wir das in den nächsten Jahrzehnten nicht mehr tun.“ Bürgermeister Dr. Berger ergänzte: „Wir mussten uns zwischen dem Stadtfest und dem Ahlener Advent entscheiden.“ Er deutete an, dass das Ereignis innenstadtnah durchgeführt werden solle.

 Diplom-Ingenieurin Christine Wolf, Geschäftsführerin der WBP Landschaftsarchitekten GmbH, freute sich, dass ihr Unternehmen das Rennen machte. Gerade im sonnenreichen Umfeld der Bartholomäuskirche sehe sie Potenzial. Zu den drei Favoriten zählten neben der WBP Landschaftsarchitekten GmbH die BBZ Landschaftsarchitekten Berlin GmbH und das Planungsbüro DTP Landschaftsarchitekten aus Essen.

Mehr im „AT“ vom 15. März

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