Hoffnung wächst wie Unkraut, wo sie will

Ahlen (kag). Am Donnerstag hatte die katholische Pfarrgemeinde St. Bartholomäus zur zweiten gemeinsamen Fronleichnamsprozession in Ahlen eingeladen. Start war auf der Wiese hinter der St.-Josefskirche. „Hoffnung ist wie Unkraut: nicht kleinzukriegen, wächst, wo sie will“, zitierte Stadt-Pfarrer Dr. Ludger Kaulig Anne Steinwort, um das Motto der Fronleichnamsprozession zu erklären. „Winzling zwischen Pflaster und Beton mit kleinen Blüten in zarten Farben. (...) Unkraut vergeht nicht.“

Singend zog nach dem Tagesgebet die Prozession mit Messdienern, Fahnenträgern und der Gemeinde zum Parkplatz vor Edeka Wiewel an der Ostbredenstraße, wo sie sich die Lesungen und die Predigt anhörte. „Wer hier unter der Woche herkommt, hat Hunger und Durst. Wir leben von Brot und Wasser und von mehr noch: Hoffnung“, griff Dr. Kaulig das Motto erneut auf, ehe Pastor Joseph Thota aus der Apostelgeschichte las.

Die Kinder waren mit Willi Stroband im Pfarrhaus geblieben und hatten dem Beginn der Prozession vom Fenster aus zugesehen. Stroband verkürzte die Wartezeit für die Kleinen, die dann auf der zweiten Wegetappe hinzustießen und mit zur Barbaraschule gingen, wo die Eucharistiefeier abgehalten wurde.

Hier erzählte Willi Stroband nach der Kommunion eine alte russische Geschichte über ein Brot, das symbolisch für die Hostie stehe. Diese hatten zuvor auch die Kinder gehört und dann das Lied „Jesus Christ, you are my life“ in der Gebärdensprache eingeübt. Dieses wurde auch vorgeführt und somit auch der Gemeinde beigebracht, welche begeistert mitmachte.

Dann ging es mit der Strahlenmonstranz und dem Allerheiligsten wieder zum Pfarrgarten der Josefskirche, in dem gemeinsam von fast 400 Teilnehmern das Schlussgebet gesprochen wurde. Die gesamte Prozession wurde von der Stadt- und Feuerwehrkapelle unter der Leitung von Martin Pasternak musikalisch begleitet. Nach der Prozession lud Pfarrer Dr. Kaulig alle zum „eucharistischen Nachtisch“ ein. Bei Grillwürstchen und von den Kindern auf der Prozession getragenem Brot, könnte man auch nach der Prozession noch miteinander verweilen und ins Gespräch kommen.

Unterdessen verteilte Willi Strohband kleine Blüten an die Teilnehmer der Prozession und wegen der bevorstehenden Fußball-Europameisterschaft Haargummis in Deutschlandfarben.

Im kommenden Jahr soll die Prozession wieder in einem anderen Stadtteil stattfinden. „Das geht jetzt immer reihum“, verriet Stroband.

Weitere Bilder unter http://www.die-glocke.de

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