Hundezählung: Erste Steuersünder ertappt
Bei der vergangenen Zählung der Hunde in Ahlen vor neun Jahren wurden 700 nicht angemeldete Hunde entdeckt. Bei der jetzigen Bestandsaufnahme ermittelten die Hundezähler im Auftrag der Stadt 100 Vierbeiner, für die keine Hundesteuer gezahlt wird. Bild: dpa

Diese Auskunft gab Anna Schepers, Gruppenleiterin Abgaben und Steuern in der Stadtverwaltung, am Mittwoch dem „AT“. 12 000 Adressen seien bislang von den Hundezählern aufgesucht worden. Nach der Meldung an die Stadt und den Abgleich mit den Steuerdaten sei festgestellt worden, dass 100 Tiere nicht angemeldet gewesen seien.

 Ihre Besitzer werden in der nächsten Zeit Post von der Verwaltung bekommen mit der Aufforderung, ihr Tier anzumelden und zu begründen, warum dies bisher ausgeblieben ist. „Außerdem müssen sie nachweisen, seit wann der Hund im Haushalt ist“, erklärt Anna Schepers. Bis zu vier Jahren zurück könne die Hundesteuer gefordert werden. Die Steuersünder müssen zudem mit einer weiteren Zahlungsaufforderung rechnen. „Bei den Hunden, die im Rahmen der jetzigen Bestandsaufnahme festgestellt werden, wird ein Bußgeld verhängt“, erklärt die Gruppenleiterin. Schließlich habe die Stadt mehrfach auf die bevorstehende Hundezählung und die Möglichkeit zur straffreien Nachmeldung von Hunden hingewiesen, betont sie. Anna Schepers geht davon aus, dass die Stadt in den kommenden Wochen noch deutlich mehr Steuersündern mit ihren Vierbeinern auf die Spur kommen wird. Denn: Rund 20 000 Adressen müssen die Hundezähler der Firma Adler noch bearbeiten. Bis zu den Herbstferien wollen sie damit durch sein.

Bei der vergangenen Bestandsaufnahme im Jahr 2005 waren 700 nicht angemeldete Hunde erfasst worden. So viele würden es wohl diesmal nicht werden, schätzt Anna Schepers. Sie rechnet mit bis zu 400 Tieren.

Das Thema Hundezählung in Ahlen wird mittlerweile auch heftig in sozialen Netzwerken diskutiert. Vielfach wird dabei – trotz zahlreicher Veröffentlichungen in der Presse und im Internet – ein Informationsdefizit offenbar. Daher stellt Anna Schepers noch einmal klar, dass es sich um eine freiwillige Befragung handelt. Die Mitarbeiter der Firma Adler könnten sich legitimieren und fragten lediglich nach einem Hund im Haushalt. „Die Wohnung betreten wollen sie gar nicht.“ Werde in einem Haushalt niemand angetroffen, bleibe ein Handzettel zurück, der auf weiteren Besuch beziehungsweise die Möglichkeit der Hundeanmeldung bei der Stadt hinweise.

SOCIAL BOOKMARKS