In Malerei eigene Ausdrucksweise finden
Bild: Werner
Ludger Wörtler stellt in der Stadtgalerie in Ahlen aus.
Bild: Werner

Dort zeigt der Wahlmünsteraner auf Einladung der Kulturgesellschaft unter dem Titel „Konvergent“ bis zum 22. April Gemälde und Plastiken, die größtenteils 2017 und 2018 entstanden sind. Und dabei beweist der 1956 in der Wersestadt geborene Künstler, dass er sehr wohl eine eigene Handschrift in seinen Bildern besitzt – zwischen abstrakt und gegenständlich.

Zuerst Schwarz, dann andere Farben

Mit Schwarz fängt er ein Gemälde an. „Die schwarze Farbe haue ich auf die Leinwand.“ Dann kämen andere Farben hinzu, deren Töne aber eher zufällig entstünden. So legt der Künstler mehrere Farbschichten übereinander, teilweise sieben bis acht. „Manchmal ist es mühsam“, gibt Wörtler zu. Aber es sei auch schön zu sehen, wie etwas entstehe.

„Wie ein klassischer Maler der Renaissance“

Trotz aller Zufälligkeiten fühlt sich der gebürtige Ahlener eher „wie ein klassischer Maler der Renaissance“, was den Aufbau eines Werkes angehe. „Manchmal hole ich den Zollstock heraus, um zu sehen, wo die Bildmitte ist.“ Er habe kein Plan, dieser erscheine zumeist erst beim Malen. Als gegenständliche Elemente kommen irgendwann Tonkörper aus Mesopotamien hinzu oder alte Schriftzeichen. Gern verwendet er auch Token. „Die sind momentan überall – als Münzen oder Chips für Einkaufswagen.“ Anhand der Elemente baut Wörtler das Bild auf. „Im Hintergrund steht oft ein Schachbrett für Ordnung oder Unordnung.“

Sein Atelier ist in Münster

In seinem Atelier in Münster arbeitet der Künstler gern an drei bis vier Leinwänden gleichzeitig. Außerdem gehören für ihn Bilder und Plastiken zusammen. „Eine Plastik ist bei mir wie ein Bild aufgebaut.“ Sie bestehe aus Einzelteilen. Ein Faible hat der Künstler auch für Bleistiftzeichnungen. „Jeden Tag entsteht eine.“

Werke faszinieren durch Vielschichtigkeit

„Die Werke von Ludger Wörtler faszinieren durch ihre Vielschichtigkeit, Vielfarbigkeit und die Vielzahl unterschiedlicher Bildelemente“, schreibt Dr. Andrea Fink (einst künstlerische Leiterin des Kunstvereins Ahlen) in dem Katalog, der zur Eröffnung der Ausstellung am Samstag, 16. März, um 18 Uhr erscheint. Neben einem farbintensiven Malgrund kreiere Wörtler aus Formelementen ein Bildzentrum. In einem scheinbar unübersichtlichen Chaos herrsche Ordnung.

Die Ausstellung ist samstags und sonntags von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Ein Künstlergespräch ist am Freitag, 19. April, ab 15 Uhr.

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