Insolvenz: RWA-Mitarbeiter verlieren Job
Bild: Jotzeit
RWA-Betreuer Klaus Gerbsch (60) ist enttäuscht. Er hofft aber auf einen Neuanfang durch die Planinsolvenz.
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Die Hiobsbotschaft schockte am Dienstag nicht nur die RWA-Spieler. Auch die rund 60 Mitarbeiter der Geschäftsstelle, Trainer und Abteilungsleiter sind betroffen: Sie werden entlassen oder freigestellt.

 Den Schritt in die Insolvenz nicht nachvollziehen konnte RWA-Pressesprecherin Maren Gosda. „Es gab doch so viele positive Anzeichen“, machte sie gestern vor der Geschäftsstelle mit einer gewissen Bitterkeit ihrem Ärger Luft. Andere Mitarbeiter wollten sich gar nicht äußern, einige hatten Tränen in den Augen.

„Für mich ist eine Welt zusammengebrochen“, gestand Betreuer Klaus Gerbsch (60) offen ein. Zumal die Mannschaft sich so ins Zeug gelegt habe. „Die haben richtig hart gekämpft.“ Selbst den Drei-Punkte-Abzug hätte das Team gut weggesteckt und sich sogar einen Nichtabstiegsplatz gesichert. Die Insolvenz habe das nun alles aber zunichte gemacht.

Von Kindesbeinen an – seit mehr 53 Jahren – fühle er sich dem Ahlener Fußballverein verbunden, so Gerbsch. Lange Jahre sei er Jugendbetreuer gewesen, zuletzt habe er die Stelle von RWA-Urgestein Willi Pott übernommen. „Da steckt viel Herzblut und Leidenschaft ’drin“, sagte er wehmütig. Zumal er sich neben seiner Stelle als Mini-Jobber schon immer massiv ehrenamtlich für den Verein engagiert habe. „Die Stunden kann und will ich gar nicht zählen“, unterstrich er. Schließlich habe es ihm stets Spaß gemacht.

 Einen Funken Hoffnung hat Gerbsch, dass es irgendwie doch weitergeht. „Eine Planinsolvenz kann auch gut ausgehen“, sagte er. Danach sei der Verein vielleicht schuldenfrei und könne neu aufgebaut werden. Dabei warf er einen Blick auf den Jugendbereich. „Da gibt es viele gute Leute, mit denen etwas bewegt werden könnte.“ Ansonsten glaubt er, dass es der Verein in der Regionalliga nicht einfach habe werde. „Unsere guten Leute gehen alle weg, und andere warten nicht unbedingt auf uns.“

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