Insolvenz verschleppt: Strafbefehl
Einen Strafbefehl erhält ein 45-Jähriger Ahlener, der 2009 als Geschäftsführer nicht rechtzeitig einen Insolvenzantrag gestellt und Sozialversicherungsbeiträge für Mitarbeiter nicht gezahlt hatte.

Die Anklage hatte ihm zur Last gelegt, 2009 den Insolvenzantrag für das Unternehmen nicht rechtzeitig gestellt und Sozialversicherungsbeiträge für zwölf Mitarbeiter nicht gezahlt zu haben. Außerdem warf ihm die Staatsanwaltschaft vor, in dem Jahr weder eine Bilanz für die GmbH erstellt noch die notwendigen Handelsbücher geführt zu haben.

Der jetzt 45-Jährige, heute als Angestellter in einer Medienagentur beschäftigt, habe die Krise des Unternehmens erkennen müssen. Es sei bereits Ende 2008 überschuldet gewesen. Trotzdem habe er erst im Januar 2010 den Insolvenzantrag gestellt. In den letzten Monaten vor der Pleite habe er mehr als 7000 Euro Sozialversicherungsbeiträge für zwölf Mitarbeiter nicht abgeführt, sagte der Staatsanwalt.

Im Juni 2009 soll der Angeklagte überdies bei einem Internethandel eine Digitalkamera mit Objektiv für rund 3000 Euro bestellt, aber nicht bezahlt haben. „Er war weder willens noch in der Lage, sie zu bezahlen“, sagte der Anklagevertreter. Diesen Anklagepunkt stellte das Schöffengericht mit dem Vorsitzenden Richter Dr. Lothar Kintrup jedoch auf Antrag des Staatsanwalts ebenso ein wie den Verstoß gegen das Handelsrecht, eine Bilanz zu erstellen und Bücher zu führen.

Lesen Sie den vollständigen Bericht in der Donnerstag-Ausgabe des Ahlener Tageblattes.

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