Jazzabend auf Weltklasse-Niveau
Bild: Fechner
Den Schlusspunkt unter ein Jazzkonzert der Extraklasse, das den Ahlener Jazzfans sicher noch lange in Erinnerung bleiben wird, setzte das Peter Beets-Trio in seiner Zugabe zusammen mit der Dortmunder Sängerin Dian Pratiwi.
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Schon vor Beginn des Konzerts war erkennbar, dass die Bestuhlung im Saal nicht ausreichen würde, um allen Besuchern einen Sitzplatz anzubieten. „Mit so einem Andrang haben wir nicht gerechnet“, kommentierte Michaela Mormann, die Geschäftsführerin der Kulturgesellschaft. Sie und weitere Helfer stellten schnell zusätzliche Stühle auf.

Peter Beets, in Fachkreisen schon seit seiner Studienzeit am Konservatorium in Den Haag bekannt, zog am Donnerstagabend Jazzmusiker allen Alters sogar aus Dortmund und Köln an. Sie alle wollten sein Programm „Portrait of Peterson“ hören und genießen. Die Vorliebe für Stücke des kanadischen Jazzgenies Oscar Peterson entstand bereits in Peter Beets musikalischer Familie. Als erstes Stück stellte er die eigene Komposition „Blues for Oscar“ vor, bei der schon der erste Beifall aufbrandete.

Seine musikalischen Begleiter Gijs Dijkhuiszen am Schlagzeug und der kanadische Bassist Steven Zwanink standen dem Ausnahmepianisten in nichts nach und bewiesen ebenfalls ihr Können. Vor jedem Stück plauderte Peter Beets humorvoll und äußerst sympathisch mit dem Publikum und stellte die folgende Komposition kurz vor. Insgesamt spielte der Pianist sechs Werke von Oscar Peterson, darunter auch „Hymn to Freedom“, eine Widmung des Komponisten an Nelson Mandela.

Leicht und ausdrucksvoll im Gospel- und Bluesrhythmus gespielt, begeisterten die Zuhörer auch die mehr leisen Töne. Die riesige Spielfreude von Peter Beets und seinen beiden Musikern blitzte immer wieder auf.

Die geforderte Zugabe gestaltete das Peter-Beets-Trio spontan mit der Dortmunder Sängerin Dian Pratiwi, die dem Ahlener Publikum durch einen Auftritt ihrer Gruppe „Me Lounge“ bekannt war. Mit dem Ray Charles-Stück „Georgia On My Mind“ endete ein Jazzkonzertabend, den Ahlen in dieser Form noch nicht erlebt hatte und den die Besucher noch lange in Erinnerung behalten werden.

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