Jonas Künne: Zweites Solo-Album kommt
Bild: Lange
„Between The Bars And Blinding Lights“ heißt das zweite Solo-Album von Jonas Künne, das der 35-jährige Ahlener am Donnerstag, 2. April 2020, veröffentlicht.
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„Ich habe nie persönlicher geschrieben“, bekennt der Sänger/Songschreiber/Gitarrist. Ist „My Demons“ vom Selbstmord eines seiner besten Freunde geprägt gewesen, verarbeitet Künne in „Between The Bars And Blinding Lights“ den schmerzhaften Verlust von zwei seiner Onkel und zweier Freunde. „Das drückt“, sagt er.

Option: Therapie machen oder Lieder schreiben

„Meine Freundin meinte zu mir: ‚Irgendwie klebt Dir den Tod von Dir nahe stehenden Leuten wie Mist an den Schuhen.‘“ Er selbst sei an den Punkt angelangt, entweder eine Therapie zu beginnen oder die Schicksalsschläge kompositorisch zu verarbeiten. Er entschied sich für die Musik.

Während der Black-Rust-Frontmann die Stücke von „My Demons“ morgens schrieb und abends aufnahm, liegt beim zweiten Solo-Werk ein halbes Jahr zwischen den beiden Prozessen. „Der Musik tut das gut“, so Künne. „Das Schreiben hat eine heilsame Wirkung, die Aufnahme ist Handwerk.“

Album entsteht in Eigenregie

So entstand „Between The Bars And Blinding Lights“ komplett in Eigenregie. Sänger Künne hat Akustik- sowie E-Gitarre eingespielt und zeichnet auch für Soundeffekte verantwortlich. Aktuell wird das Album in Dortmund abgemischt. Einige Stücke werden noch mit Cello- oder Pianoklängen verfeinert.

Lieder sind ausschließlich digital abrufbar

„Between The Bars And Blinding Lights“ wird ausschließlich digital auf den gängigen Internet-Portalen wie Spotify, Apple Music und Amazon zu finden sein. Daher gilt: „Ich werde nichts daran verdienen.“ Künne möchte „einfach nur raus“ mit seinen Songs. „Ich will, dass sie gehört werden.“ Je näher der Veröffentlichungstermin rückt, desto besser geht es dem Gitarristen. „Das ist das Therapeutische daran.“

„Texte würden auch in ein Black-Metal-Gewand passen“

Reaktionen auf die Wirkung der Stücke holte sich Künne vor allem bei seinen Black-Rust-Kollegen. „Die Texte würden auch in ein Black-Metal-Gewand passen“, habe es geheißen. Verzweiflung ist der rote Faden, der sich durch das Album zieht.

Künne hat Gefallen an Wohnzimmerkonzerten gewonnen

Auftritte hat Künne bereits lose geplant – und zwar in Form von Wohnzimmerkonzerten. „Die sind wirklich großartig“, findet er. „Eine nähere Bindung zum Publikum und eine schönere Atmosphäre gibt es nicht.“ Und der Aufwand sei minimal. „Ich steige mit meiner Gitarre in den Zug, und schon kann es losgehen.“

Wie es mit Jonas Künnes Stammband Black Rust weitergeht, dazu mehr im „AT“ vom 29. Februar 2020.

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