Junge muss Vergewaltigung filmen
Vor dem Amtsgericht Ahlen ist am Donnerstag ein 45-jähriger Mann zu einer Strafe von zwei Jahren auf Bewährung verurteilt worden, der vor mehr als 125 Jahren zwei Kinder schwer sexuell missbraucht hatte.

Damit kann er weiter arbeiten und ein Schmerzensgeld zahlen. Im Sommer 1998 hatte der heute 45-jährige Angeklagte einen achtjährigen Jungen und dessen zehnjährige Schwester in seiner Kellerwohnung gemeinsam missbraucht, das Mädchen sogar bis hin zum Geschlechtsverkehr.

Die mehr als zweieinhalb Stunden dauernden Untaten hatte der Mann mit einer Videokamera festgehalten, den Missbrauch der Schwester hatte der Achtjährige detailliert filmen müssen. Diese Videosequenzen hatte der Angeklagte später digitalisiert und bis zur Entdeckung auf seinem Computer und seinem Handy jederzeit für sich verfügbar gehalten. Darüber hinaus hatten Polizeibeamte bei einer Durchsuchung der Wohnung weiteres kinderpornografisches Material gefunden.

Er habe die Kinder durch deren Stiefvater kennengelernt, erklärte der Angeklagte. Das Mädchen habe ihm sehr gefallen, gab er zu, pädophile Neigungen verspürt zu haben, die er jedoch im Griff habe. Seit den damaligen Vorfällen waren nach Kenntnis des Gerichts keine Übergriffe mehr vorgefallen.

Lesen Sie den vollständigen Bericht in der Freitag-Ausgabe des Ahlener Tageblatts.

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