Kaldewei-Azubis leben Kreativität aus
Bild: Voss-Loermann
Den Katalog von Simon Halfmeyer und die Ergebnisse des Workshops mit Kaldewei-Azubis haben in Ahlen vorgestellt: (v. l.) Andrea Bergmann, Gerd Buller, Tim Heinert, Miguel Mikosch, Simon Wenke, Deniz Al, Robin Happe, Dieter Werner, Maike Glas und Simon Halfmeyer.
Bild: Voss-Loermann

Im vergangenen Herbst hatte Halfmeyer in seiner Ausstellung „Simplify & Condense“ ein großes blaues Wandbild gezeigt, das direkt auf den Putz der Wand in der Stadtgalerie gemalt worden war. „Das Schicksal von Wandbildern ist es leider, dass sie nach einer gewissen Zeit wieder verschwinden“, sagte Kuratorin Andrea Bergmann. Im Katalog jedoch ist das Bild der Nachwelt erhalten.

In Kooperation mit der Firma Kaldewei hatte Halfmeyer auf Initiative der früheren Kunstvereinsvorsitzenden Claudia Moseler acht Auszubildenden in einem Workshop im Oktober die Möglichkeit gegeben, einmal ganz anders kreativ zu werden, als es das Berufsleben der jungen Leute erfordert. Sie haben alle eigene Entwürfe gefertigt und diese anschließend gedruckt. Das Ergebnis konnte am Montag in der Stadtgalerie bestaunt werden.

Im Gegenzug hatte die Firma Kaldewei den Katalog von Halfmeyer gesponsert. Gerd Buller vom Vorstand betonte, dass das Projekt mit Sicherheit auf Dauer eine nachhaltige Wirkung bei den Auszubildenden habe. „Das kann durchaus auch für eine Firma interessant sein, wenn die Kreativität der Nachwuchskräfte mal auf eine andere Art gefördert wird,“ sagte er. Und genau das, so fuhr Andrea Bergmann fort, sei das Ziel der Kooperation gewesen. Denn Kreativität sei immer und in allen Bereichen wichtig. „Wir wollten die Kreativität nutzbar machen auch für andere als die gewohnten Abläufe.“ Dass die jungen Leute ihre künstlerische Kreativität mit dem Projekt ausprobieren konnten, das zeigt sich in den Arbeiten.

Sechs der acht Teilnehmer waren dabei. Zwei, so betonte Dieter Werner, hätten inzwischen ihre Ausbildung beendet und seien in anderen Bereichen der Firma Kaldewei im Einsatz. Ihnen sei es nicht möglich gewesen, am Montag in der Stadtgalerie mit dabei zu sein. Gerd Buller hofft auf eine Wiederholung des Projektes mit weiteren Kaldewei-Auszubildenden. Der doppelte Gewinn für den Kunstverein wie für die Firma spreche eindeutig dafür.

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