Karnevalisten reißen Redaktionsmauer ein
Bild: Rademacher
Gegen die Narren des Ahlener Carneval Clubs (ACC)haben „AT“-Redaktionsleiterin Maria Kessing (l.) und stellvertretender Redaktionsleiter Detlef Peter Jotzeit (r.) versucht, die Räume des „AT“ zu verteidigen.
Bild: Rademacher

Trotz Barrieren hatten Redaktionsleiterin Maria Kessing und ihr Stellvertreter Detlef Peter Jotzeit keine Chance gegen die zahlenmäßig weit überlegenen Narren. „Halt, so einfach kommt ihr hier nicht rein“, versuchte Maria Kessing ihr Reich gegen den Ahlener Carneval Club (ACC) und die Kükengarde zu verteidigen.

Küsschen vor Kravall

Stadtprinz Uwe I. (Beyer) entgegnete: „Ich habe mir Hilfe mitgebracht, alleine schaffe ich das ja nicht.“ Schon stand ihm das Kinderprinzenpaar Mika I. (Behrndt) und Stella I. (Pohlmann) samt Standartenträgerin Emely Rebbert zur Seite. Doch bevor mit Getöse die Mauer zusammenbrach, tauschten Kessing und die Prinzen die traditionellen Bützchen aus.

Dann gab es kein Halten mehr. Die Mauer fiel und der Karneval hielt beim „AT“ Einzug. Selbst den Wehrhaften zauberten die Jecken flink ein Lachen ins Gesicht. „Wir haben tapfer versucht, uns zu verteidigen“, resümierte Maria Kessing. „Doch uns bleibt nichts anderes übrig, als uns zu ergeben.“

„Ahlener Tageblatt Helau“

Gesagt getan. „Was für eine geile Zeit“ sei nicht nur das Lieblingslied des Stadtprinzen, sondern auch eine gute Beschreibung für die nächsten Tage. „Ahlensia Helau, Tollitäten Helau, Ahlener Tageblatt Helau“ schallte es in diversen Variationen wieder und wieder durch die Redaktion.

Auch das Kinderprinzenpaar habe Karnevalistenblut in den Adern, erklärte die Redaktionsleiterin. So könnten Mika I. und Stella I. bereits auf einige Bühnenerfahrung zurückblicken.

Kinderprinzenpaar nimmt den Spaß in die Hand

Das stellte der jecke Nachwuchs sofort unter Beweis: Mit Mikrofonen ausgestattet führten sie mit Standartenträgerin Emely zwischen Tischen und Stühlen einen Tanz zum Kinderprinzenlied auf. „Wir erobern jetzt den Karneval, komm, wir nehmen den Spaß in die Hand“, sangen sie mit – zumindest im Refrain – Unterstützung von Gefolge und Redakteuren.

Der Stadtprinz beschränkte Stimmgewalt und Textsicherheit auf den Refrain seines Prinzenlieds „Hulapalu“ von Andreas Gabalier. Bei der Zeile „I und Du, nur der Mond schaut zu“ ließ er es sich nicht nehmen, Maria Kessing in den Arm zu nehmen, und mit ihr verträumt zur bunt geschmückten Deckenlampe zu blicken. „Jetzt sind wir ganz aus der Puste“, sagte diese.

Nun fehlten nur noch die Pins – damit ausgestattet sind die Redaktionsmitglieder bereit für die jecke Zeit.

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