Kaufleute: Parkplatzverlust droht
Bilder: Detlef Peter Jotzeit
Einen massiven Verlust von Parkplätzen in Ahlen befürchten bei der Rathaus-Baumaßnahme (v. l.) Sylvia Sommer, Uwe Lieftüchter sowie Ina und Martin Dinkelmann.
Bilder: Detlef Peter Jotzeit

In beiden Fällen befürchten die Kaufleute gravierende Auswirkungen für ihre Geschäfte, sollten die Parkplätze am Rathaus und an der Stadthalle ganz oder teilweise wegfallen.

Existenzbedrohende Situation

Für Kunden seien Parkplätze ein entscheidendes Kriterium, sagt Herrenausstatter Uwe Lieftüchter. „Wenn keine zur Verfügung stehen, wandern sie in die Nachbarstädte ab“, ist er sich sicher. „Das wäre für uns eine existenzbedrohende Situation“, stellt er mit großer Besorgnis fest.

In diesem Zusammenhang weist er auf Untersuchungen und Schätzungen von Verbänden hin. Demnach könne allein ein gut gelegener Parkplatz dem Einzelhandel in Mittelzentren bis zu 30 000 Euro Umsatz pro Jahr bescheren, so der Geschäftsmann. Fielen die rund 200 Parkplätze am Rathaus und an der Stadthalle während der Baumaßnahme ersatzlos weg, befürchtet Lieftüchter hohe Umsatzeinbußen für die gesamte Kaufmannschaft in Ahlen.

Nachteile nicht nur für Geschäfte

Durch den sich abzeichnenden Parkplatznotstand sehen die Kaufleute aber nicht nur Nachteile für ihre Geschäfte, sondern auch für die Großveranstaltungen in der Innenstadt. Ob Pöttkes- und Töttkenmarkt, Stadtfest oder Tralla City – alle Festivitäten stünden und fielen mit dem Parkplatzangebot.

Um dieses Schreckgespenst sofort wieder zu verscheuchen, suchen die Mitglieder der WGA das Gespräch mit der Stadtverwaltung. Ein erster Termin mit Bürgermeister Dr. Alexander Berger und Baudezernent Andreas Mentz sei für den 31. Mai terminiert, berichtet Lieftüchter. Er hoffe dabei auf eine Klärung des Problems. „Wir wollen einvernehmlich nach einer Lösung suchen“, unterstreicht auch Martin Dinkelmann hoffnungsvoll.

Nur einen Steinwurf vom Rathaus entfernt liegt diese Wiese, die sich nach Meinung der WGA als Parkfläche oder als Parkhaus anbieten würde.

Ein schickes Parkhaus

Eine Idee steuert Sylvia Sommer bei. „Warum nutzen wir nicht die große Wiese an der Friedrich-Ebert-Straße in Höhe des Lindensportplatzes.“ Da passe langfristig auch ein schickes Parkhaus hin.

Das hinsichtlich der Parksituation etwas getan werden muss, steht für die WGA-Mitglieder fest. Und Lieftüchter bringt es auf den Punkt: „Sonst haben wir irgendwann ein schönes Rathaus, aber in der Innenstadt keine Geschäfte mehr.“

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