Kein Personenschaden an der Bahnlinie
Bild: Enz
An der Bahnunterführung am Pattenmeicheln hatte der Lokführer eines ICE eine Person im Gleisbett bemerkt und eine Notbremsung eingeleitet. Hinweise auf einen Zusammenstoß fanden sich später aber nicht.
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Anderthalb Stunden lang, von 9.20 bis 10.50 Uhr, war die Bahnstrecke komplett gesperrt. Polizei, Bundespolizei und Feuerwehr suchten in dieser Zeit gemeinsam nach Spuren des vermeintlichen Unfalls. Der Rettungshubschrauber Christoph 13 aus Bielefeld flog die Strecke zwischen der gemeldeten Unfallstelle und dem Ort ab, an dem der Zug stand. Denn nach der sofort eingeleiteten Vollbremsung legte der ICE noch einige Kilometer Richtung Hamm zurück, bevor er etwa in Höhe der Straße Morgenbruch nahe des Gewerbegebiets Kleiwellenfeld zum Stehen kam. Aus der Luft war jedoch nichts zu entdecken.

Feuerwehrleute gingen die Strecke zu Fuß ab, stießen aber ebenfalls nicht auf Hinweise auf einen Unfall. Ein an den Gleisen gefundener Schuh wurde nach Angaben der Feuerwehr mit einer Wärmebildkamera auf Restwärme untersucht – ergebnislos. Auch der Zug selbst wies nach Auskunft der Polizei keinerlei Spuren eines Zusammenstoßes auf.

 So wurde der Einsatz, zu dem allein von der Ahlener Feuerwehr der komplette Löschzug Hauptwache sowie zwei Fahrzeuge des Löschzugs Süd ausgerückt waren, gegen 10.15 Uhr beendet. An der Beobachtung des Lokführers, dass eine Person im Gleisbett lag, wurden keine Zweifel angemeldet. Doch verletzt worden ist nach den Erkenntnissen der Ermittler und Retter niemand.

Durch die Sperrung der Bahnstrecke bis 10.50 Uhr sind nach Auskunft der Deutschen Bahn zwölf Züge mit Verspätung gefahren. Sieben weitere Züge fielen teilweise aus, fuhren also etwa nur bis Hamm oder Neubeckum und kehrten dann um.

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