Kiebitze in ihrem Brutgeschäft gestört?
CDU Dolberg
Die jüngsten Freischnittmaßnahmen an den Regenrückhaltebecken im Außenbereich von Dolberg stoßen auf Kritik der CDU.
CDU Dolberg

Zum wiederholten Male sei es jetzt zu rigorosen Freischnittmaßnahmen an und in den Regenrückhaltebecken im Außenbereich von Dolberg gekommen, kritisiert die Ortsunion der CDU in einer Pressemitteilung. „Die Durchführung derartiger Maßnahmen während der Brut- und Setzzeiten durch eine Kommune sind nicht mehr hinnehmbar“, erklärt demnach CDU-Ratsherr Philipp Gössling, CDU-Ratsherr anlässlich eines Ortstermins. Andreas Quante, sachkundiger Bürger der CDU im Ortsausschuss, habe in den Sitzungen des Ausschusses dieses Vorgehen zuvor bereits mehrfach angeprangert und auf die Brutaktivitäten hingewiesen.

„Uns ist schon klar, dass Regenrückhaltebecken technische Bauwerke sind und entsprechend gepflegt werden müssen“, ergänzt Dennis Kykal, Vorsitzender der Ortsunion Dolberg, in diesem Zusammenhang. „Aber warum kann das nicht nach der Brutzeit der bodenbrütenden Vögel erfolgen? Warum kann man mit den Mahden nicht vier Wochen warten?“

Anwohner hatten darauf aufmerksam gemacht, dass in den vergangenen Tagen die Regenrückhaltebecken freigeschnitten worden waren. Kiebitze seien in diesem Zusammenhang in ihrem Brutgeschäft gestört worden. „Wenn das so stimmt und hier Kiebitze gebrütet haben, sind die Bruten wohl komplett für dieses Jahr verloren,“ bedauert Philipp Gössling.

Aus Sicht der CDU Dolberg sei es nicht nachvollziehbar, dass Landwirte regelmäßig Auflagen hinsichtlich der Bewirtschaftung von Grünlandflächen erhielten. Auch wie zu mähen sei, werde den Landwirten zwischenzeitlich vorgeschrieben, so seien zum Beispiel Mahden nur von innen nach außen auf Grünlandflächen zulässig.

„Wir als CDU Dolberg werden uns dafür einsetzen, dass zukünftig derartige Mahd­maßnahmen im Außenbereich erst zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden dürfen“, so Dennis Kykal. „Hierzu bereiten wir einen entsprechenden Rats­antrag vor.“

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