Kirmes: Break-Dance ist unverzichtbar
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Unverzichtbar ist auf der Ahlener Herbstkirmes der Break-Dance, in dem die Wagemutigen ordentlich durchgeschüttelt werden.
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Am Mittwochmorgen kam der Tross auf dem Dr.-Paul-Rosenbaum-Platz an und begann mit dem Aufbau. Nicht die einzigen Schausteller, die ihre Konstruktionen rund um die Wohnwagen hochziehen.

Für Marktmeister Dietmar Kisolowski bedeutet die Vorbereitung der Herbstkirmes vor allem eines: Stress. „Eigentlich könnte ich hier übernachten“, sagt er und nimmt die Situation mit Humor. „Kaum ist man im Büro, klingelt das Handy, und der nächste Schausteller kündigt sich an.“ Am Mittwoch begrüßte er Neuankömmlinge mit dem „Samba-Balloon“, die für den erkrankten Betreiber des Piratenschiffes einspringen. „Dass jemand absagt, kommt alle zwei bis drei Jahre vor“, berichtet Kisolowski, der als Marktmeister seit sieben Jahren zur Kirmeszeit Herr über den Dr.-Paul-Rosenbaum-Platz ist.

Am Donnerstag erwartet er mit der zweistöckigen Geisterbahn das größte Fahrgeschäft: 26 Meter lang, 15 Meter tief. „Da muss alles passen“, weist er auf die Wichtigkeit hin, dass sich die anderen Karussells, Stände und Wohnwagen genau in den zugewiesenen Parzellen befinden. Wenn alles steht, ist die Arbeit für den Marktmeister längst nicht vorbei. „Weil einige Schausteller falsche Maße angegeben haben, gibt es Freiflächen. Und die müssen kurzfristig geschlossen werden – das ist die Kunst.“ Dann muss Kisolowski aus den 700 Bewerbungen den Lückenfüller finden, der das Angebot bereichert. Denn Abwechslung muss sein.

Unverzichtbar sind laut Kisolowski Attraktionen wie der Musik-Express, der Auto-Scooter und der Break-Dance. „Kirmesfans schauen genau hin, welche Karussells aufgebaut werden, und tauschen sich im Netz aus. Wehe, der Break-Dance ist nicht dabei – dann gibt es direkt böse Anrufe“, sagt er und lacht.

Mehr im „AT“ vom 29. September.

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