Kläranlage hat kein Problem mit Salz
Bild: Rademacher
Über den Katzengraben wird unweit der August-Kirchner-Straße Oberflächenwasser in die Werse eingeleitet. Der Kanal ist eine von rund 120 Einleitungsstellen in die Werse und ihre Nebengewässer.
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Nur ein Teil des mit dem Streusalz belasteten Wassers gelange in die Kläranlage, beruhigt er. Und diese salzige Fracht stelle kein Problem für die Abwasserbehandlung dar. „Das Salz hat keine Auswirkung auf die Reinigungsleistung der Kläranlage“, stellt Hegemann fest. Es gebe auch keine auffälligen Werte bei den regelmäßig gemessenen Parametern.

Getrennte Kanäle machen sich bemerkbar

Der Grund dafür, dass an der Kläranlage an der Werse keine signifikant erhöhten Chlorid-Werte gemessen würden, sei, dass es im überwiegenden Teil der Wersestadt ein getrenntes Kanalsystem für Schmutz- und Regenwasser gebe, so Hegemann. Nur im Innenstadtbereich und in der Zechenkolonie sind noch Mischwasserkanäle vorhanden, in denen Regen- und Abwasser in einem Rohr zur Kläranlage geleitet wird.

Der Großteil des Oberflächenwassers auf den befestigten Flächen wie Straßen und Wegen, also auch des Schmelzwassers, werde über die Regenwasserkanäle abgeführt. An rund 120 Einleitstellen im Stadtgebiet laufe es direkt in Werse, Olfe, Kälber- und Richterbach oder andere Vorfluter, erklärt der Leiter des Abwasserwerks. Nur wie viel Salz dort ankommt, weiß niemand. „Es werden an den Einleitungen keine Messungen des Salzgehaltes vorgenommen“, bestätigt Hegemann. Aber, je mehr Wasser infolge der Schneeschmelze oder der Regenfälle in die Vorfluter gespült wird, desto mehr verdünnt sich die Salzmenge.

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