Klassik und Jazz beschreiben Kunstwerke
Freuen sich auf das Konzert im Kunstmuseum Ahlen: Jürgen Bleibel (l.) und Ansgar Elsner spielen anlässlich der Finissage zur Ausstellung „Klaus Staudt: Horizonte“ am 8. Juli Improvisationen zu Werken des Künstlers.

Mit klassischen und jazzig improvisierten Motiven antworten die Musiker auf die Strenge und Leichtigkeit der bewegten Formenrhythmen des Künstlers, die in gläsernen Bildräumen schweben.

Klaus Staudt verweist selbst mit Titeln wie „Präludium“ und „quasi una musica“ auf mögliche synästhetische Eindrücke, die in der Ausstrahlung seiner Werke zur Wirkung kommen. Musikalische Metaphern beschreiben nach Gottfried Böhm, Kunstgeschichtsprofessor und Interpret von Klaus Staudt, am besten die Resonanzräume, die der Künstler mit seinen Gestaltungen schafft. Der Künstler selbst sei am Sonntag im Kunstmuseum anwesend und freue sich auf das Konzert, das mit Improvisationen zu seinen Bildern und Objekten eine unmittelbare Begegnung zwischen Bildender Kunst und Musik herstellen wolle, heißt es in einer Ankündigung.

Jürgen Bleibel, der in Ahlen aufgewachsen ist, hat sich als Pianist unter anderem mit seiner Band Eurojazz, aber auch als Komponist und Pädagoge einen Namen gemacht. Ansgar Elsner, der auch unterrichtet, tritt in erfolgreichen Jazzensembles auf und leitet die Big Band I der Westfälischen-Wilhelms-Universität Münster.

Nach der musikalischen Matinée folgt ein Künstlergespräch. Museumsdirektor Burkhard Leismann wird sich mit Klaus Staudt über dessen Kunst, über die Motive und Potenziale der Konkreten Kunst unterhalten. Der mittlerweile 85-jährige Frankfurter Künstler gehöre zu den wichtigen Vertretern dieser Kunst in Deutschland. Er habe Anfang der 1960er-Jahre im Umkreis der Pioniere begonnen und als Künstler und Kunstprofessor seine künstlerische Position stets variiert und erweitert, ohne seine grundlegenden Prinzipien zu verlassen. Das Publikum ist eingeladen, an dieser Gesprächsrunde aktiv teilzunehmen und dem Wissen und den Erzählungen des Künstlers zu folgen. Die Finissage wird vom Förderkreis Kunstmuseum Ahlen unterstützt.

Der Eintritt zu den Veranstaltungen ist frei. Das Museum bittet um Anmeldung zur Finissage unter Telefon 02382/91830 oder -50 sowie per E-Mail an info@kunstmuseum-ahlen.de. Spontane Besucher sind aber ebenfalls willkommen.

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