Kleibrinkstiege wird testweise gesperrt
Bild: Detlef Peter Jotzeit
Michael Haake, Anwohner des Kleibrinks, spricht sich für eine Sperrung der Kleibrinkstiege im unteren Bereich oder am Thurn-und-Taxis-Ring aus.
Bild: Detlef Peter Jotzeit

Den Stein ins Rollen gebracht hatten die Fraktionen von SPD und CDU bereits im November 2018 mit einem gemeinsamen Antrag zur Prüfung einer Verkehrsberuhigung der Straße Kleibrinkstiege.

90 Fahrzeuge pro Stunde

„Die Verkehrsstärke beträgt in Spitzenzeiten rund 90 Fahrzeuge je Stunde“, teilte Bernd Döding, Leiter der Ahlener Umweltbetriebe, am Dienstag mit. Dieser Wert liege für einen Wohnweg unterhalb des Richtlinienwertes von 150 Kraftfahrzeugen pro Stunde.

„Auffälliger ist allerdings die nicht eingehaltene Schrittgeschwindigkeit, die in der Kleibrinkstiege vorgegeben ist“, stellte er fest. Bei einem Vorort-Termin, an dem 70 Prozent der Anwohner teilgenommen hätten, sei der Wunsch geäußert worden, die Straße durch einen mittig gesetzten Poller zu sperren, um so die Durchfahrt zu unterbinden.

Verlagerung der Verkehrsströme

In der zwei- bis dreimonatigen Testphase soll diese Lösung nun umgesetzt werden. Aber schon am Dienstag hegte Döding die Vermutung, dass es durch die Sperrung zu einer Verlagerung der Verkehrsströme kommen werde. Das Problem also nur verschoben werde.

Genau diese Gefahr sieht auch Michael Haake, Anwohner des Kleibrinks. Wie er im Gespräch mit dem „AT“ am Mittwoch erklärte, sei schon jetzt die Verkehrsbelastung auf dem Kleibrink hoch. Viele Autofahrer aus Richtung Dolberg kommend nutzten die Strecke als Schleichweg.

Zu Stoßzeiten staut sich der Verkehr

Sollte die Kleibrinkstiege im Bereich der Paul-Gerhardt-Straße gesperrt werden, befürchtet er, dass die Anwohner des unteren Bereichs ebenfalls auf den Kleibrink ausweichen würden. „Zu bestimmten Stoßzeiten staut sich der Verkehr im Bereich Kleibrink/Beckumer Straße enorm“, sagte er. Da könne man kaum nach links in Richtung Innenstadt abbiegen.

„Eine Verkehrsberuhigung auf der Kleibrinkstiege ist ein legitimes Recht“, räumte Haake ein. Allerdings plädiert er dafür, die Sperre direkt unten im Bereich Kleibrink/Kleibrinkstiege einzubauen. „Dann müssen alle über die Beckumer Straße herausfahren.“

Bereich Thurn-und-Taxis-Ring/Kleibrink abriegeln

Noch besser wäre es, wenn im Bereich Thurn-und-Taxis-Ring/Kleibrink eine Abriegelung geschaffen würde. Das würde wirklich zur Verkehrsberuhigung beitragen, ist er sich sicher.

Ausführlicher Bericht in der „AT“-Ausgabe vom 16. Mai 2019.

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